Hechte und Steinbeißer zurück im Rhein

Gute Nachrichten haben dieser Tage Seltenheitswert. Nicht so im Freundeskreis Aquazoo Blog, Quell der guten Laune und Hort der Freude über die Wunder der Flora und Fauna. So gibt es heute wieder Erfreuliches über die gelungene Renaturierung des Rheins zu berichten, zum Beispiel an der Urdenbacher Kämpe, einem beliebten Ziel für Flaneure und Naturliebhaber. Im dort wieder natürlich laufenden Flussbett siedeln sich zahlreiche seltene Vögel und Pflanzen an. Was man vom Land aus nicht sieht: Im Altrhein tummeln sich Fische, die dort sehr lange Zeit nicht gesichtet wurden. Zur Freude der Forscher und Biologen sind Hechte, SchleienKarauschen und Steinbeißer in den Rhein zurückgekehrt. Sie können diese Nachricht bei der Rheinischen Post vertiefen.  Ein schönes Mai-Wochenende in der Natur!

Oben: schöne Schleie, unten: toller Hecht, beide im Rhein gesichtet.

Unglaublicher Nacktmull

nacktmull_aquazoo_102324Schön sind sie wohl nach Ansicht der meisten Menschen nicht. Aber sie haben ungewöhnliche Fähigkeiten: Nacktmulle (Heterocephalus glaber) können minutenlang ohne Sauerstoff leben. Sie werden, gemessen an anderen Nagetieren, uralt. Sie spüren kaum Schmerzen. Sie erkranken nicht an Krebs. Sie staunen? Dann lesen Sie alles über den Nacktmull im aktuellen SPIEGEL-Artikel und auf Wikipedia. Übrigens: auch im wiedereröffneten Aquazoo wird es Nacktmulle geben! Noch ein Grund mehr, sich auf den 22. September zu freuen.

Bunte Halsbandleguane ziehen in den Aquazoo ein


Sie sind gepunktet, gestreift und knallig bunt gefärbt. Nein, keine Ostereier, sondern Halsbandleguane (Crotaphytus collaris). Die Tiere sehen so aus, als wären sie mit einem Computerprogramm nachbearbeitet worden. Jedoch sind sie auch in ihrer natürlichen Umgebung, Oklahoma (USA), derartig bunt und auffällig gefärbt. Besonders die Männchen zeigen sich mit strahlend türkisfarbenem Körper und zitronengelbem Kopf. Punkte entlang des Rückens und am Schwanz sowie der namensgebende schwarze Streifen an Hals und Nacken komplettieren das farbenfrohe Erscheinungsbild der quirligen Echsen. Die Leguane sind Nachzuchten eines engagierten Züchters, der sich privat ganz der Haltung und Zucht mehrerer Halsbandleguanarten verschrieben hat. Das Aquazoo Löbbecke Museum wird sich zukünftig auch an privaten Zuchtinitiativen beteiligen, um so die Halsbandleguane weiter zu vermehren.

Unterwasserwelt bei Lea Lenhart wurde zum Ort der Begegnung

schwarzlicht_installation_lealenhart9Vergangenen Sonntag hatte der Freundeskreis Aquazoo Düsseldorf zur Führung durch eine künstlerische Unterwasserwelt eingeladen. Viele Tierfreunde und Kunstinteressierte strömten in das Atelier der Künstlerin Lea Lenhart, um ihre verwunschenen und farbenprächtigen Perlenobjekte zu erleben. Die Kunstwerke wurden als Rauminstallation präsentiert. Schon bei Tageslicht betrachtet bot sich dem Besucher ein Bild wie aus einer unbekannten Welt. In schillernden Farben und mit einer Vielzahl von Formen meinte man Unterwasserwesen zu erkennen. Waren dies etwa Seesterne? Quallen? Korallen? Als Lea Lenhart dann den Raum verdunkelte und die Objekte im Schwarzlicht leuchteten und strahlten, ging ein Raunen durch die Gruppe: welch zauberhafte Unterwasserwelt!
Dr. Elmar Finke, leitender Pädagoge am Aquazoo, zauberte auf seine Art: Er präsentierte faszinierende, teils noch gar nicht erforschte Unterwasserlebewesen, die gemeinsam eine besondere Eigenschaft haben: die Kraft, selbst zu leuchten. Das Fachwort dafür lautet Biolumineszenz. Besonders die anwesenden Kinder staunten nicht schlecht, als sie von einer Garnele erfuhren, die ihren Angreifern eine floureszierende, leuchtende Substanz entgegen schleudert, um sie zu blenden. Oder dass es meist Bakterien sind, die den Tieren durch eine chemische Reaktion zum Leuchten verhelfen. Wie viele Wesen tatsächlich in der Tiefsee leuchten und warum sie das tun, ist selbst Forschern noch nicht gänzlich bekannt.
Als die Sonne wieder in das Atelier schien, erlaubte Lea Lenhart den Besuchern noch einen Blick in das Allerheiligste: ihre Perlensammlung, untergebracht in riesigen Schubladen und nach Farben sortiert. Sie erklärte, wie ihre Objekte entstehen und wie viel Zeit und Geduld ihre Herstellung beansprucht. Interessant dabei: Die Künstlerin schuf alle Werke ohne Vorlage, sie schöpfte nur aus sich selbst heraus, und entdeckte erst später Ähnlichkeiten zwischen ihren Kunstwerken und den Lebewesen aus den Tiefen der Meere.
Die Kunstfreunde und Freunde des Aquazoos waren begeistert, unter den Gästen auch Zoodirektor Dr. Jochen Reiter zu begegnen, der nochmals bekräftigte, dass der Wiedereröffnungstermin, der 22. September 2017, einfach ein „Muss“ ist, und man bis dahin alle Kräfte noch einmal mobilisieren wolle. Auch der Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises gab sich die Ehre: Michael Fischer schaute nebst Gattin vorbei und genoss die Ausstellung.
Es war uns eine Freude, einige Mitglieder des Freundeskreises sowie Leser und Follower des Blogs persönlich kennen zu lernen. Manche waren extra von weit her angereist. Dafür noch einmal herzlichen Dank. Bitte empfehlen Sie den Blog auch Ihren Freunden.

Dank auch an Martin Blum für die Fotos.

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Sandra Honigs 2. Vorsitzende der Artenschutzgesellschaft Yaqu Pacha

Sandra_HonigsWieder einmal übernimmt der Aquazoo Verantwortung für den Schutz der Natur: Am vergangenen Wochenende trafen sich die Mitglieder der Artenschutzorganisation YAQU PACHA zur Jahreshauptversammlung im Tiergarten Nürnberg. Dabei wurde die stellvertretende Leiterin des Aquaoos, Sandra Honigs, zur zweiten Vorsitzenden gewählt. Die 43-jährige Düsseldorferin hat eine besonders enge Beziehung zu Meeressäugetieren. „Seekühe haben es mir besonders angetan,“ erzählt sie. „Auf der Suche nach einer deutschen Organisation, die sich für deren Schutz engagiert, bin ich damals auf YAQU PACHA gestoßen“.
Lesen Sie mehr in der Pressemitteilung. Sandra_Honigs_aquazoo_duesseldorf

Wir müssen mal über Geld reden.

brillenpinguinSie haben es sicher schon gehört: Die Sanierung des Aquazoo Löbbecke Museums wird mehr Geld kosten, als zu Anfang errechnet. Der Stadtrat hatte 2013 ein Budget von 12.880.000 Euro beschlossen – darin enthalten die Zuwendung des Freundeskreises Aquazoo, Gesellschaft der Zoofreunde e.V., in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Warum die Arbeiten nun doch teurer wurden, erläutert die Stadt Düsseldorf detailliert hier auf ihrer Seite – dem geneigten Leser zur Kenntnis. Dem Brillenpinguin ist das alles egal, er freut sich auf sein neues Gehege.

Aquazoo wird erneut mit Preis für die Erhaltung der Artenvielfalt geehrt.

Ehrung_UN-Dekade1Es herrscht Freude am Aquazoo: Das Projekt „Quaken für das Klima – die Zucht- und Schutzstation für Amphibien Düsseldorf des Aquazoo Düsseldorf“ wurde als offizielles Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt gewürdigt. Gestern erfolgte zudem die Auszeichnung zum UN-Dekade Projekt. Die Ehrung wird an Projekte verliehen, die sich in nachahmenswerter Weise für die Erhaltung der biologischen Vielfalt einsetzen. „Wir freuen uns sehr über die erneute Auszeichnung. Das ist nicht selbstverständlich. Unser Amphibienschutzprojekt ist eine echte Herzensangelegenheit. Nur wenige  wissen, wie schlecht es um Geschöpfe wie Frösche, Kröten oder Salamander steht“, sagt Dr. Jochen Reiter, Direktor des Aquazoo Löbbecke Museums. Er betont:„Düsseldorf schützt durch Eigenzucht Arten vor dem Aussterben“. Sandra Honigs, stellvertretende Direktorin und Kuratorin des Landbereichs im Aquazoo, ergänzt: „Wir sind z. B. sehr stolz auf unsere in 2016 gelungene Nachzucht der Zagros-Molche (Neurergus kaiseri). Diese Molchart ist in der Natur leider sehr selten geworden, gilt als bedroht und als schönster Molch der Welt.“. Lesen Sie alles über die Auszeichnung in der Pressemeldung der Stadt Düsseldorf.

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