Die Brillenpinguine sind da


Das Aquazoo Löbbecke-Museum hat endlich seine Pinguine zurück! Gut ein Dutzend Brillenpinguine (Spheniscus demersus) leben sich gerade in ihrem neu gestalteten Zuhause ein, einer naturnahen Kunstfelsenlandschaft mit Rückzugsorten und Brutmöglichkeiten. Die kleinen Frackträger reisten vom italienischen Zoo Zoom Torino in den Düsseldorfer Aquazoo, wo das Becken für die Pinguine schon länger von Grund auf saniert wurde. Es wurde neu beschichtet, mit vielen Tonnen gereinigtem Kies aufgeschüttet und dann mit Meerwasser befüllt. Ein bepflanztes Sandstück und ein Wasserfall in den Felsen bringen Abwechslung und Bewegung ins Spiel.
Den Empfang der Pinguine absolvierte man im Team: Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter, die Kuratorin, die Tierärztin und die Pfleger nahmen die Vögel behutsam entgegen, untersuchten und wogen sie und setzten sie dann in einen rückwärtige Teil des Geheges. Die Brillenpinguine konnten nun selbst entscheiden, wann sie ihre neue Anlage betreten wollten. Da die Vögel neugierig waren, dauerte es nicht lange, bis alle nach und nach ihr neues Zuhause erkundeten und ins Wasser abtauchten. Die Besucherinnen und Besucher des Aquazoo Löbbecke-Museums können die Vögel ab dem 22. September bei ihren eleganten Tauchgängen übrigens durch eine große Glasscheibe bewundern.

Wussten Sie, dass Brillenpinguine unter strengem Naturschutz stehen? Die Verschmutzung des Meerwassers, die Überfischung der Meere und das Aufsammeln von Eiern führten zu einer drastischen Minimierung dieser Art. Noch nicht einmal 50.000 Brutpaare überleben heute im südlichen Afrika. Zoologische Einrichtungen, wie auch der Aquazoo, engagieren sich daher sehr für die Erhaltungszucht bedrohter Arten. Es gibt mittlerweile Zuchtprogramme für rund 300 bedrohte Tierarten, so auch für den Brillenpinguin. Jedes Erhaltungszuchtprogramm wird durch einen Art-Koordinator geleitet, der alle relevanten Daten gehaltener Tiere sammelt und analysiert. Dadurch kann Inzucht in der Population vermieden werden. Die Koordinatoren verteilen die Tiere dann an Zoos, die mit der Haltung von Brillenpinguinen beginnen möchten. Auf diesem Wege erhielt auch der Aquazoo seine Pinguine.

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Fotos: Uwe Schaffmeister
1. Kunstfelskulisse: Rückzugs- und Brutmöglichkeiten für die Vögel
2. Neugieriger Blick: Einleben im nassen Element

Das macht Schule: Marie-Curie-Gymnasium und Aquazoo kooperieren

aquazoo-duesseldorf-marie-curie-gymnasiumbezirksbuergermeister-vivarium(von links) Daniela Wojtkiewicz, Dr. Elmar Finke, Dr. Joachim Reiter und Kerstin AbsDass das Aquazoo Löbbecke-Museum oft in Schulen unterwegs ist und Wissen über Tiere und Naturschutz vermittelt, ist wohl bekannt. Mit dem Düsseldorfer Marie-Curie-Gymnasium (MCG) steht das Institut aber seit Jahren in einem besonders regen und partnerschaftlichen Austausch. Denn das Gymnasium unterhält ein eigenes Vivarium. Dieses wurde jetzt noch durch ein großes Freigehege erweitert. Die Zusammenarbeit von Schule und Aquazoo wurde nun ganz offiziell per Unterschrift besiegelt. Die Unterzeichner: die Biologielehrerin Daniela Wojtkiewicz, der Leiter der Aquazoo-Bildungsabteilung, Dr. Elmar Finke, Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter sowie MCG-Schulleiterin Kerstin Abs. Die Initiatoren haben sich gemeinsam viel vorgenommen.

Ziele dieser Kooperation:

  • Schüler/-innen sollen die Tier- und Pflanzenwelt durch direkte Begegnung und Umgang näher kennenlernen und sich dafür engagieren
  • Schüler/-innen sollen an naturwissenschaftliche und praktische Arbeitsweisen herangeführt werden
  • Schüler/-innen dürfen auf vorhandene Ressourcen im Aquazoo zugreifen und diesen als Standort für ihre Arbeiten nutzen
  • Exkursionen, Treffen mit Experten, Lerntage, Tierpatenschaften, Nachzuchtprojekte u.v.m. sorgen für nachhaltige und praktische Wissensvermittlung und ergänzen den schulischen Unterricht

Der Aquazoo ist eben nicht nur ein Museum – hier wird Naturschutz auch gelebt.

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griechische-landschildkrote-vivariumFotos:
1. (v. links) Azra (12), Annika (12) und Luiza (14) mit Schulleiterin Kerstin Abs und Dr. Jochen Reiter, Direktor des Aquazoos
2. Auch Bezirksbürgermeister Karsten Kunert (vorne links) und Aquazoo-Freundeskreis-Vorstand Ingolf Rayermann (hinten rechts) erproben die neue Anlage. Mitte rechts die bei diesem Projekt federführende Biologielehrerin Daniela Wojtkiewicz
3. (v. links) Daniela Wojtkiewicz, Dr. Elmar Finke, Dr. Joachen Reiter und Kerstin Abs
4. Sogar ein Panther-Chamäleon gehört zum Tierbestand des Schulvivariums
5. Auch die Griechische Landschildkröte fühlt sich schon ganz zuhause im neuen Freigehege
Fotos: 1., 3., 4.: Dank an Ingo Lammert; 2., 5. Aquazoo

Eine Menge Kies für die Pinguine

aquazoo-duesseldorf-pinguin-gehege-kiesDie Pingiune im Aquazoo dürfen sich langsam wieder auf ein Zuhause freuen, denn auch ihre Anlage wird nun bezugsfertig gemacht. Dazu mussten 10 Zentimeter Kies als Bodengrund in die Anlage gebracht werden. Das kleine Problem dabei: Der Kies liegt im Erdgeschoss, der Eingang zur Anlage im Obergeschoss und der Boden des Becken wiederum im Erdgeschoss. Also musste der Kies erst hoch und dann wieder herunter befördert werden. Damit später auch die Wasserqualität stimmt, war der Kies vorher auch noch zu waschen! Das bedeutete vier Tage Knochenarbeit. Die Tierpflegerinnen und -pfleger am Aquazoo haben also in die Hände gespuckt und einen Wettbewerb daraus gemacht. Hier die ersten Plätze:
Alexander Tietz in der Kategorie Kies waschen mit 156 Säcken
Vincent Kleemann in der Kategorie Kies schieben mit 198 Säcken
Sebastian Scholl in der Kategorie Kies waschen und schieben mit 136 Säcken
Aleen Ortwig – Sonderpreis für den Transport der kompletten Ladung ins Obergeschoss!
Jeder der insgesamt 374 Säcke wog 25 Kilogramm, sodass insgesamt 9350 Kilogramm Kies bewegt und gewaschen wurde! Bravo, Jungs und Mädels!

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Bilder: Blick durch die Glasscheibe ins Pinguingehege | Kräftige Männer beim Kieswaschen

Willkommen im Freundeskreis-Vorstand, Ingolf Rayermann!

Ingolf-Rayermann-webDürfen wir vorstellen: Ingolf Rayermann ist neues Vorstandsmitglied im Verein Freundeskreis Löbbecke-Museum und Aquazoo – Gesellschaft der Zoofreunde e. V.
Nach 26 Jahren Einsatz für den Verein hatte Aquazoo Verwaltungschef Wolfgang Schmidt darum gebeten, von einer Wiederwahl in den Vorstand abzusehen.
Wir bedanken uns bei Wolfgang Schmidt für sein langjähriges Engagement
und heißen Ingolf Rayermnn sehr herzlich willkommen.
Hier die Pressemeldung.

Ei, Ei, Ei, ein Hornissennest

34533790830_e9642f041a_kJetzt, im Frühling, gründen Hornissen-Königinnen ihre Staaten. Aus einer mit den Eiern der Königin belegten Wabe schlüpfen die Larven, die von der Königin gefüttert werden. Nach vier Wochen entwickeln sich daraus Arbeiterinnen, die im Hornissenstaat als Jägerinnen und Ammen arbeiten. Später werden größere Wabenzellen für die Aufzucht der neuen Generation der Geschlechtstiere gebaut, die im Herbst schlüpfen. Danach sterben die Bewohner des Staates, mit Ausnahme der zuvor befruchteten Jungköniginnen. Diese überwintern an geschützten Plätzen. Die alten Nester werden verlassen und nicht neu besiedelt.

Hornissen sind friedliebende Tiere, sie setzen ihren Stachel nur zur Verteidigung ein, wenn ihnen eine Situation lebensbedrohlich erscheint. Gestört fühlt sich die Hornisse unter Umständen dann, wenn man sie einengt, hektische Bewegungen im Nestbereich macht, dieses erschüttert oder wenn man zu lange in Nestnähe verweilt.

34077898574_185d329bb5_kWird man gestochen, so ist der Stich nicht gefährlicher als der einer Biene, auch wenn er schmerzhaft ist. Gefährlich sind die Stiche von Wespen, Hornissen und Bienen nur für Menschen, die darauf allergisch reagieren oder die Stiche in die Luftröhre bekommen.

Wenn man ein Nest findet, sollte man es dulden. Die nützlichen Tiere sind Teil unserer Umwelt. Sie übernehmen wichtige Aufgaben, wie die Regulierung von Schädlingen und die Jagd nach Insekten. Hornissen, Bienen und Hummeln stehen unter Artenschutz!

Wenn für Sie aber ein Nest eine Gefahr darstellen sollte, kann dieses vom Fachmann umgesiedelt werden. Dazu wenden Sie sich bitte an die Untere Naturschutzbehörde. Diese entscheidet, was zu tun ist und erteilt im Falle einer Umsiedlung die notwendige Ausnahmegenehmigung. Die Kosten für eine Umsiedlung trägt der Eigentümer.

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Fotos: Martin Blum

Wasser marsch!

Haibecken-Aquazoo-DuesseldorfDie meisten Terrarien des Aquazoos sind nun komplett eingerichtet und die Bewohner tummeln sich wieder darin. Anders die Meerwasseraquarien: Wegen der komplizierten Wasseraufbereitung und der aufwändigen Tiertransporte dauert es noch eine Weile, bis alle Anlagen in Betrieb und mit Tieren besetzt sind. Je nach Haltungsanspruch der Fische oder Korallen muss deren Aquarium mindestens 4 Wochen einlaufen, bevor es besetzt werden kann. Wie geschieht das? Zunächst wird nur Wasser eingefüllt, gegebenenfalls gemeinsam mit den ersten Einrichtungsgegenständen – Wurzeln, Gestein und Bodengrund. Einige Aquarien werden zudem regelrecht angeimpft, sodass sich die richtigen Mikroorganismen und Algen ansiedeln, die die Wasserqualität ausmachen. Dieser Prozess kann bei großen oder anspruchsvollen Aquarien mehr als 6 Wochen dauern. Erst wenn die chemischen und biologischen Voraussetzungen stimmen, können empfindliche Korallen, Barsche, Anemonen, Seeigel und Zylinderrosen einziehen. Wir sagen schon mal: herzlich willkommen.

Das Bild zeigt übrigens einen Ausschnitt aus dem Haibecken.

500 Millionen Jahre Naturgeschichte auf einen Blick? Bitteschön.

Stammbaumvitrine1Stammbaumvitrine2Zwar ist die neue Ausstellung „Natürliche Vielfalt durch Evolution“ im Aquazoo noch „top secret“.  Und außerdem noch gar nicht fertig. Aber so viel sei verraten: Am Eingang zur Themenausstellung wird es künftig eine spannende Übersicht der Pflanzen- und Tierstämme geben. Deren Entwicklung von Erdzeitalter zu Erdzeitalter wird anhand von einzigartigen Fossilien gezeigt. Ab dem 22. September erwarten Sie neben den quicklebendigen Zoobewohnern also auch 500 Millionen Jahre Naturgeschichte auf einen Blick! Aufgrund guter Beziehungen ist es uns immerhin gelungen, für Sie zwei Fotos der noch unfertigen Schautafeln zu machen. Demnächst mehr auf diesem Kanal.