Ins Netz gegangen: die Große Netzmuräne

Die Große Netzmuräne, die im Großbecken zusammen mit den Haien lebt, ahnt noch nicht, dass sie gleich gefangen wird.

Wieder steht im Aquazoo ein Umzug der Tiere an: nun gilt es, die Große Netzmuräne aus dem Großbecken zu fangen, um sie ihrem neuen Domizil, dem Hamburger Tierpark Hagenbeck zu übergeben. Dort wird der Strahlenflosser die nächsten eineinhalb Jahre leben. Doch dieser Umzug ist eine feuchte Angelegenheit: Tierpflegerin Anne-Claire Hoffmann hat erst vor kurzem ihre Taucherausbildung abgeschlossen und steigt beherzt in das tiefe Becken – gemeinsam mit dem Zoologen und Pädagogen des Aquazoos, Dr. Elmar Finke. Es ist ihr erster dienstlicher Tauchgang im Aquazoo. Ob dieser von Erfolg gekrönt ist, können Sie auf den Fotos sehen. Nur so viel: Muränen sind intelligente und geschickte Wesen. Aber das die Profis im Aquazoos auch!
Wussten Sie übrigens: Entgegen landläufiger Meinung haben Muränen keinen giftigen Biss – es sind vielmehr die Reste der letzten Mahlzeiten, gespickt mit Bakterien, die durch einen Muränenbiss tief in eine Wunde gelangen können. Die sich daraus entwickelnde Entzündung ist allerdings nicht weniger unangenehm als ein Giftbiss. Vergreift sich ein Mensch an einer frischen Muräne, so kann der Fisch – als Sushi genossen – eine Reizung der Schleimhäute, Erbrechen und Fieber hervorrufen. Im Körper der Muräne befindet sich nämlich Ichthyotoxin, das aber durch Kochen unschädlich gemacht werden kann.
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Der erster Versuch scheitert, der Fisch war schneller und hat sich in einer Felshöhle versteckt. Die Haie halten sicheren Abstand zu den Tauchern.

Die Muräne wird aus ihrem Versteck gelockt und von Anne-Claire Hoffmann behutsam ins Netz befördert

Die Muräne ist erfolgreich und ohne Probleme gefangen. Gute Reise an die Waterkant!