Menschen im Aquazoo. Heute: Wolfgang Schmidt

Gestatten? Aquazoo Verwaltungsleiter Wolfgang Schmidt.

Der Aquazoo ist bekannt für seine faszinierende Tierwelt. Wer aber arbeitet hinter den Kulissen? Wer sorgt dafür, dass im Institut alles reibungslos läuft? Dass die Tiere und deren Lebensräume gepflegt werden? Dass die Besucher freundlich empfangen und mit bleibenden Eindrücken wieder verabschiedet werden? Dass Archive angelegt und Ausstellungen konzipiert werden? Und dass die Technik bei Tag und Nacht funktioniert? Es sind viele Menschen, die mit Herzblut und viel Tierliebe jeden Tag ihr Bestes geben. Einige dieser Menschen wollen wir Ihnen vorstellen und beginnen mit Wolfgang Schmidt.

Hallo Herr Schmidt. Was ist Ihr Beruf?
Ich bin seit 1977 Diplom-Verwaltungswirt und seit 1981 Verwaltungsleiter des Aquazoos.
War es schon immer Ihr Traumberuf?
Ehrlich gesagt nein, mein Traumberuf war Musiker, heute eines mein Hobbys. Aber als die Stelle seinerzeit frei wurde, habe ich mich unmittelbar beworben, zumal ich den damaligen Bunker an der Brehmstraße schon aus meiner Kindheit kannte. Ich wohnte in der Nähe und war ständiger Besucher.
Was lieben Sie an Ihrem Job?
Unsere Selbständigkeit und die Verantwortung für ein erfolgreiches Kulturinstitut zu haben, das schätze ich.
Und was nicht so?
Im Gegensatz zu anderen zoologischen Einrichtungen, die als gGmbHs oder AGs wirtschaften, sind wir in das enge Korsett der Stadtverwaltung eingebunden, was sicherlich auch Vorteile haben kann. Die Bürokratie engt die Arbeit jedoch manchmal ein und es reden oft viele mit. Aber ich gebe zu, das ist Jammern auf hohem Niveau. Der Aquazoo hat als Institut der Stadt Düsseldorf keine finanziellen Probleme – wie z. B. mancher Zoo im Ruhrgebiet.
Welches Lieblingstier haben Sie im Aqauzoo?
Ich habe kein spezielles Lieblingstier. Ich finde alle faszinierend.
Haben Sie auch privat Tiere?
Zu Hause habe ich keine Exoten, sondern die Kaninchen meiner Tochter.
Was hat Sie während Ihrer Arbeit mit Tieren am meisten beeindruckt?
Ganz besonders beeindruckten mich im Aquazoo zwei außergewöhnliche Arten. So hielten wir vor vielen Jahren Dornenteufel aus Australien, kleine Reptilien mit max. 15 cm Länge, eigentlich reine Ameisenfresser, die sich so bewegten, als würden sie im Wind wehen. In der Haltung waren sie sehr anspruchsvoll. Ebenfalls vor vielen Jahren hatten wir im Aquarium Fetzenfische, eine Seenadelart aus dem Indopazifik, die als Meister der Tarnung wie Seetang aussehen und sich auf diese Weise vor Fressfeinden tarnen. Heutzutage wird es wohl kaum mehr möglich sein, diese beiden Arten noch einmal zu erhalten.
Welches Tier würden Sie dem Besucher besonders ans Herz legen?
Ich kann dem Besucher eigentlich jedes Tier im Aquazoo ans Herz legen. Jeder Besucher hat seine speziellen Lieblingstiere, da kann ich keinen Tipp geben. Bei einem Besuch im Aquazoo kann es jeder für sich heraus finden.
Der Aquazoo wird nun saniert. Was wünschen sie sich für die Neueröffnung 2015?
Für die Neueröffnung 2015 wünsche ich mir eine tolle neue Einrichtung der Schau. Wir arbeiten derzeit fieberhaft daran.
Hätten Sie alles Geld der Welt: was würden Sie dem Aquazoo spendieren?
Hätte ich viel Geld, würde ich dem Hause bauliche Erweiterungen spendieren: eine Halle mit Seekühen, eine Tropenhalle wie in Eindhoven, eine Robbenanlage, ein Meerwasser-Großbecken für Großfische, ein Restaurant. Für alle diese Dinge haben der Freundeskreis und das Institut in den letzten 20 Jahren Pläne erarbeitet, die brauchen wir nur aus der Schublade holen ….
Herr Schmidt, danke für das Gespräch.

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