Fliegender Zorro – der Grünspecht ist Vogel des Jahres

Vogel des Jahres 2014: der Grünspecht (Picus viridis). Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Hans-Jörg Hellwig

Vor über 30 Jahren fing es mit dem Eisvogel an. Seither wählen die renommierten Naturschutzorganisationen aus ihrem Fachgebiet jährlich jeweils ein Lebewesen, dass z. B als besonders gefährdet gilt, dessen Lebensräume dringend geschützt werden müssen oder solch faszinierende Besonderheiten aufweisen, dass man auch als „Laie“ bei genauer Betrachtung ins Schwärmen geraten kann.
Dieses Jahr gilt dem Grünspecht die besondere Aufmerksamkeit. Sein rhythmisches Hämmern klingt durch halboffene Waldlandschaften, die er neben Streuobstwiesen, Parks und offenem Grünland als Lebensraum bevorzugt. Alte Baumbestände nutzt er sowohl für den Bau seiner Nisthöhlen als auch zum Nahrungserwerb.
Mit seiner 10 Zentimeter langen, klebrigen Zunge erreicht er Larven unter der Rinde, genauso wie seine Lieblings-Speise: Ameisen.
Vielleicht nehmen Sie sich bei Ihrem nächsten Waldspaziergang einmal die Zeit, den „fliegenden Zorro“, wie er im Volksmund genannt wird, mit seinem schwarzen Augenband und der dekorativen, roten Federkappe zu beobachten. Es ist beeindruckend, mit welcher Geschwindigkeit und Lautstärke er an hohlen Baumstämmen hämmernd sein Revier kenntlich macht oder mit welchem Einsatz die Bruthöhlen „gezimmert“ werden – viel Spaß beim Beobachten!

4 Gedanken zu “Fliegender Zorro – der Grünspecht ist Vogel des Jahres

  1. Was hat der Grünspecht Besonderes gegenüber dem gemeinen Specht, denn, wenn er so gefährdet ist, wie kommt es, dass man in unseren Wäldern und Parks, so viele hämmern hört ? Warum ist er besonders gefährdet ? Ich bin völlig ignorant auf diesem Gebiet, also ist meine Frage vielleicht völlig daneben, aber so habe ich sie mir gestellt !

    • Hallo! Der Naturschutzbund Nabu und der Landesbund für Vogelschutz (LBV) haben den Titel ausnahmsweise an eine Vogelart vergeben, die nicht vom Aussterben bedroht ist. Es gibt derzeit etwa 42 000 Brutpaare und damit mehr als doppelt so viele wie vor zwanzig Jahren. Mit der Prämierung des Grünspechts wollte man auf die immer weniger werdenden Streuobstwiesen hinweisen, in denen sich der Grünspecht mit Vorliebe aufhält. Danke für Ihr Interesse:-)

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