Der Leopard – Zootier des Jahres 2016

Foto: Tierpark Nordhorn/Franz Frieling

Eine wahre Schönheit – jedoch stark bedroht: Leoparden sind fast überall in ihrem natürlichen Lebensraum gefährdet oder wie der Sansibar-Leopard bereits ausgerottet. Um der Art zu helfen, hat die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e. V. (ZGAP) den Leoparden zum Zootier des Jahres 2016 gewählt. Durch Spenden werden Schutzprojekte vor Ort in Sri Lanka und im Iran finanziert. So wird zum Überleben der stark bedrohten Tiere beigetragen. Als gemeinsame Projektpartner unterstützen und gestalten die drei Verbände: „Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz e. V.“ (ZGAP), die „Deutsche Tierparkgesellschaft e. V.“ (DTG) und die „Gemeinschaft deutscher Zooförderer e. V.“ (GdZ) die Artenschutz-Kampagne „Zootier des Jahres“. „Wir freuen uns, in der Zoogemeinschaft etwas für den Schutz dieser Tierart bewegen zu können!“, so Dr. Nils Kramer, Mitinitiator der Aktion und DTG-Projektkoordinator. „Wir hoffen, dass viele Menschen diese faszinierende Tierart mit einer Spende unterstützen und sich so für das Überleben der Leoparden einsetzen!“ ergänzt Dr. Sven Hammer, Mitinitiator und ZGAP-Projektkoordinator. Mit einem Motivplakat und zwei Schutzprojektplakaten machen viele Zoos und andere Einrichtungen an verschiedenen Stellen auf das Thema aufmerksam. Zoos und Tierparks übernehmen im Artenschutz eine zentrale Aufgabe. Sie widmen sich dem Schutz bedrohter Lebensräume (in situ-Schutz) und gleichzeitig der Erhaltungszucht bedrohter Arten (ex situ-Schutz). Der Schutz gefährdeter Arten kann nur durch eine enge Vernetzung von in situ- und ex situ-Artenschutz erfolgen. Die Zoos und Tierparks sind dabei die treibende Kraft auf dem Gebiet der Erhaltungszucht, ohne deren Einsatz ein Überleben vieler Tierarten nicht möglich wäre.
Um das Artenschutzprojekt „Zootier des Jahres 2016 – der Leopard“ zu finanzieren, werden in den beteiligten Zoos und via Internet Spenden geworben. Darüber hinaus nehmen die Projektpartner auch selber Geld in die Hand. So stehen für die Leoparden rund 40.000 Euro zur Verfügung. Alle Spendengelder, die bis zur Wahl des nächsten „Zootier des Jahres“ in den Zoos gesammelt werden, kommen den Schutzprojekten ebenfalls in voller Höhe zugute. Es werden zwei konkrete Projekte unterstützt:

Das „Sri Lanka-Schutzprojekt“ für den Sri Lanka-Leoparden
Durch die Spenden für das „Zootier des Jahres“ soll mittels DNA-Analyse von Kothaufen herausgefunden werden, wo auf Sri Lanka noch Leoparden vorkommen. Darauf aufbauend werden geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt. Durch die Gelder konnten bereits ein Projektfahrzeug und Kamerafallen angeschafft werden. Mit Hilfe dieser Kamerafallen möchte man mehr über das Verhalten der Tiere in der Nähe von Menschen erfahren. Gemeinsam mit der Bevölkerung werden dann Leoparden-Wachposten aufgestellt, leopardensichere Ställe für Haustiere gebaut oder andere geeignete Schutzmaßnahmen entwickelt.

Das „Iran-Schutzprojekt“ für den Persischen Leoparden
Durch die „Zootier des Jahres“ Spenden werden Kamerafallen installiert. Einzelne Leoparden werden mit GPS-Halsbandsendern ausgestattet, um ihre Bewegungsmuster per Satelliten-Telemetrie zu verfolgen. Nutzvieh und Haushunde werden untersucht, um mögliche Krankheitsübertragungen auf die Leoparden zu ermitteln. Es gibt Trainings-Workshops für Naturschützer, Tierärzte, Jäger und Tierhalter.
Viele weitere Informationen und Links sind auf http://www.zootierdesjahres.de zu finden.

Helfen Sie jetzt! Die Leoparden brauchen jede Unterstützung und Ihre Spende.
Spendenkonto: Volksbank im Unterland, BIC: GENODES1VLS, IBAN: DE21 6206 3263 0054 5500 41, Verwendung: Zootier des Jahres

Übrigens: Der Aquazoo hat zwar keine Leoparden – aber immerhin Leopardschildkröten. Die sind auch ganz schön wild.

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