Gar nicht gruselig: die Vogelspinne

Igitt? Vor einer Vogelspinne muss sich kein Mensch fürchten. Wer sie streichelt, stellt fest: ihre Haare sind weich wie Katzenhaar.

Auffällig neben der Körpergröße von bis zu 12 cm ist die umfangreiche Behaarung der Vogelspinnen. Hier sind jedoch nicht alle Haare gleich! Es gibt Geschmacks- und Geruchshaare, Tast-, Hör- und Hafthaare. Bei vielen amerikanischen Arten gibt es sogar Brennhaare. Diese können zur Verteidigung abgestreift und dem Angreifer entgegen geschleudert werden. Die Brennhaare können starke allergische Reaktionen hervorrufen. Ebenso wie das Gift des Spinnenbisses, das für den Menschen aber nicht tödlich ist. Trotz ihres Namens fressen Vogelspinnen eher selten Vögel. Woher kommt dann der Name? Vermutlich geht dieser auf eine Abbildung Maria Sibylla Merians zurück: Sie zeichnete eine Vogelspinne, die einen Vogel überwältigt hat. Da dies eine der ersten Darstellungen dieser beeindruckenden Tiere war, verfestigte sich in Europa der Eindruck, diese Spinnen seien Vogel-Jäger.
Wiss. Name: Theraphosidae
Heimat: Amerika, Afrika, Asien, Europa
Habitat: diverse Biotope
Nahrung: Insekten, Spinnentiere, kleine Wirbeltiere

Wohnzimmers Liebling: Roter Neon

Leuchtet so schön im heimischen Aquarium: der Rote Neon

Orinoco, Rio Negro, Rheinland. Die Heimat des Roten Neon ist Venezuela, Brasilien oder Kolumbien – und auch das ein oder andere Düsseldorfer Aquarium. Denn der Rote Neon ist einer der beliebtesten und häufigsten Aquarienfische weltweit. Da er ein Schwarmfisch ist, sollten mindestens 6 Tiere im Aquarium gemeinsam gehalten werden. Der schwimmfreudige Fisch freut sich über eine üppige Beckenbepflanzung, mit genügend Bewegungsfreiraum. Da die Nachzucht sehr schwierig ist, gelangen meist nur Wildfänge in den Handel. Bemerkenswert ist die schnelle Entwicklung der Fischembryonen: Bereits 24–30 Stunden nach dem Ablaichen schlüpfen die Fischlarven aus den Eiern. Obwohl sie sehr klein sind, können die Tiere ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen.
Wiss. Name: Paracheirodon axelrodi
Heimat: tropisches Südamerika
Habitat: beschattete Ufer

Eine perfekte Familie: Zwergmangusten

Niedlich und kooperativ: die Zwergmangusten im Aquazoo Düsseldorf

Die festgelegte Gruppenstruktur dieser kleinen Raubtiere sieht vor, dass ein dominantes Paar für den Nachwuchs sorgt. Alle Tiere der Gruppe bemühen sich eifrig um den Nachwuchs. Das Sozialsystem ist jedoch noch weit komplizierter und beinhaltet z. B. Arbeitsteilung. Beobachtungen haben gezeigt, dass Zwergmangusten es auch mit gefährlichen Tieren wie Giftschlangen und Skorpionen aufnehmen, und falls sie gebissen werden, enorme Giftmengen überleben können. Außerdem pflegen sie eine Symbiose mit Hornvögeln der Gattung Tockus: Die Mangusten scheuchen Insekten auf, die der Vogel dann fangen kann. Im Gegenzug hat der Hornvogel eine bessere Übersicht und warnt die Mangusten vor größeren Feinden.
Wiss. Name: Helogale parvula
Heimat: Süd- und Ostafrika
Habitat: Steppen, Halbwüsten
Nahrung: Wirbellose, kleine Säugetiere, Eier, kleine Vögel

Familie mit Arbeitsteilung und Hang zum Kuscheln: die Zwergmangusten

Hier krabbelt, fliegt und schwimmt was:

Unsere Aquazoo Tiere führen ein spannendes Leben. Sie werden staunen, wetten?

Haarige und brenzlige Angelegenheit: Zur Verteidigung können Vogelspinnen die Behaarung vom Hinterleib mit den Beinen abstreifen und ihren Feinden entgegen schleudern. In den Augen und Atemwegen führen sie zu schweren allergischen und entzündlichen Reaktionen.

Das giftigste Tier im Aquazoo ist die Wüsten-Hornviper (Cerastes cerastes). Ein Antiserum wird stets im Kühlschrank vorrätig gehalten. Kein Tierpfleger im Aquazoo ist jemals von einer Giftschlange gebissen worden – der guten Ausbildung und entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen sei Dank.

Unsere Schützenfische (Toxotes jaculatrix) können angeblich einen bis zu 3 Meter weiten Wasserstrahl erzeugen. Auf einen Meter genau können sie damit Insekten „abschießen“. Das müssen sie allerdings üben. Erhalten sie längere Zeit keine lebenden Insekten zu Übung, müssen sie sich anschließend wieder „einschießen“.

Das Skelett unseres Pottwals (Physeter catodon) gehört zu den bestpräparierten Europas. Allein der Kopf wiegt mindestes 600 Kilogramm. Als echter „Dickschädel“, ist er so groß, dass er durch keine Tür passt. Deshalb wurde er schon vor dem Einbau der Eingangstüren in unser Haus gebracht. Während der Sanierung wird er durch eine Holzeinhausung geschützt.

Die Platte mit den zwei Fischsaurier-Fossilien (Stenopterygius quadriscissus) in unserer Eingangshalle wird auf 1000 Kilogramm geschätzt. Das Umsetzen im Rahmen der Sanierung muss von einem Spezialunternehmen realisiert werden.

Als erstes öffentliches Aquarium zeigte der Aquazoo 2013 einen Schwarm Maifische (Alosa alosa). Maifische gehörten früher zu den häufigsten Fangfischen im Rhein. Seit den 1950ger Jahren waren sie dort praktisch verschwunden. Der Aquazoo unterstützt das EU-Projekt zur Wiederansiedlung.

Die überaus seltenen Braunen Landschildkröten (Manouria emys emys) haben sich schon mehrfach erfolgreich im Aquazoo fortgepflanzt. Sie gelten als einzige Schildkrötenart, die Brutpflege betreibt: Das Weibchen bewacht ihr Gelege bis zum Schlupf der Jungschildkröten.