Seepferdchen und Co. zurück in den Zoo

aquazoo-duesseldorf-seepferdchenIm Düsseldorfer Meerwasser tut sich was. Genauer gesagt, im Aquazoo Löbbecke-Museum. Denn nun ziehen endlich lang vermisste Tiere in ihre frisch gesäuberten und neu eingerichteten Meerwasser-Aquarien ein. Mit dabei und von Museumsdirektor Dr. Jochen Reiter heute für Sie fotografiert: das Langschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus guttulatus), die Blasenkoralle (Plerogyra) mit einigen Banggai-Kardinalbarschen (Pterapogon kauderni) und dem Roten Diadem-Seeigel (Astropyga radiata) sowie die Zylinderrose (Ceriantharia).
Es gibt dabei allerdings auch Herausforderungen zu meistern: Das exakte Mischungsverhältnis des Meerwassers ist äußerst wichtig für die Gesundheit der Tiere. Auch unerwünschtes Algenwachstum muss dringend verhindert werden. Die Lösung: algenfressende Fische und Krebse verrichten diese Arbeit und unterstützen so die Biologen und Tierpfleger am Aquazoo. In der Natur hat eben jeder seinen Platz.
Davon konnten sich heute auch Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und die Vertreter der Presse überzeugen. Bei einem Rundgang durch den Aquazoo gab es viele Einblicke, auch in den neuen Besucherbereich. Leider gibt es von diesem noch kein Foto, was unsere Neugier natürlich anstachelt. Lesen Sie auch die Pressemeldung der Stadt Düsseldorf.
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Menschen im Aquazoo. Heute: Rolf Enders

Rolf Enders, ehemaliger Tierpfleger mit Hang zum Hund.

Herr Enders, Sie waren 30 Jahre Tierpfleger im Aquazoo. Wie war das damals, als der Aquazoo noch im Bunker an der Brehmstraße war?
Mit heute war das nicht zu vergleichen, alles war ziemlich provisorisch. Es gab keine Fenster – nur künstliches Licht. Die Luft war schlecht, daher durften wir jede Stunde 5 Minuten Pause an der frischen Luft machen. Es gab keinen Abfluss – ein Wasserwechsel in den Aquarien musste über Schläuche in Sickergruben abgeleitet werden. Oft lief irgendwo Wasser über und man wusste nicht, woher das kam. Es gab Räume, die waren nur 1,10 Meter hoch, das waren unsere Lager, da mussten wir dann durch krabbeln. Weiterlesen

Das Leben ist eine Baustelle

Stillleben mit zwei Abbruchhämmern im Aquazoo.

Einige Monate sind schon seit der Schließung des Aquazoos ins Land gegangen. Freunde und Fans des Instituts werden sich fragen: wie schaut es eigentlich drinnen aus? Machen die Sanierungen Fortschritte? Wird auch emsig genug gearbeitet, damit Fisch, Frosch, Krokodil und Co. im Frühjahr 2015 eine schöne neue Heimat vorfinden? Weiterlesen

Aquarientiere stehen auf Europaletten

Wie ein Fisch im Wasser: die Aquarientiere des Aquazoos fühlen sich auch im Keller wohl. Sie werden ja auch bestens gepflegt.

Im Untergeschoss des Aquazoo/Löbbecke-Museums haben die verbliebenen Aquarientiere nun ihr vorübergehendes Zuhause gefunden. Die schweren Aquarien wurden auf Sockel aus Europaletten gesetzt. Das erleichtert die Pflegearbeiten und sorgt für einen ebenen Untergrund. Galgenartige Holzkonstruktionen ermöglichen eine sichere Zuleitung von Strom und Wasser und dienen der Aufhängung von Leuchten und sonstigen technischen Geräten. Die Filter sind jeweils zwischen den Aquarien aufgestellt. So haben die Techniker und Tierpfleger des Hauses in kürzester Zeit gute Haltungsmöglichkeiten für Tiere und Pflanzen geschaffen. Wir versichern allen Tierfreunden: die Tiere fühlen sich wohl wie ein Fisch im Wasser.