Zwei Monate Aquazoo Löbbecke Museum – Dr. Jochen Reiter zieht Bilanz

 

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Dr. Jochen Reiter im Interview

Lieber Herr Dr. Reiter, vor rund zwei Monaten wurde der neue Aquazoo eröffnet. Wie geht es Ihnen heute?
Mir geht es gut. Der Zuspruch der Öffentlichkeit ist nach wie vor einfach unfassbar. Und es waren wirklich keine Fake-News, dass wir am 11.11. den 111.111. Besucher empfangen konnten. Jetzt sind wir schon bei über 120.000 Gästen. Und das nach acht Wochen! Da merkt man, dass wir schmerzlich vermisst wurden.
Aber die Situation hat etwas von Kneipp-Treten – mal heiß, mal kalt. Denn diese Menschenmengen bescheren uns auch logistische und kommunikative Probleme. In den Medien wurde breitgetreten, wie lang die Warteschlangen sind. Wir haben uns natürlich lange Gedanken gemacht, wie wir die Besucherströme über den Tag verteilt kanalisieren können. Daher sind wir in das Online-Ticketing mit Zeitfenstern eingestiegen. Das war ja durchaus etwas Neues. Kein anderes Institut arbeitet damit, aber die anderen haben auch nicht unsere Besuchszahlen. Das System wurde auch gut angenommen.
Gerade an Wochenenden und Feiertagen gab es jedoch zu viele Besucher, die spontan an der Tageskasse Tickets kaufen wollten. Man muss wissen, dass wir limitiert sind auf 850 Personen, die gleichzeitig im Institut sein dürfen. Wenn die Zahl erreicht ist, dann heißt es einfach „Schotten dicht“. Der Vorteil des Ticket-Systems: diejenigen, die sich auf einen Tag und eine Uhrzeit festlegen, haben garantierten Einlass. Wir wiederum müssen im System immer einen Puffer freihalten, damit die Online-Ticket-Besitzer auch wirklich Einlass finden, ohne eben warten zu müssen. Die Online-Ticket-Buchungen liegen mittlerweile bei 50 bis 70 %.
Wir haben unser Möglichstes getan, das Thema gut zu kommunizieren. Über die Presse, auf der Homepage, bei Facebook und im Freundeskreis-Blog – überall wird plakativ informiert. Über das Amt für Verkehrsmanagement haben wir zusätzlich noch eine digitale Informationstafel vor dem Parkplatz-Eingang bekommen, die zeigt die aktuelle Wartezeit an. Unsere Kasse und das Verkehrsleitzentrum kommunizieren in Echtzeit.

Natürlich gibt es aber immer Leute, die sich beschweren wollen. Das Zeitalter der sozialen Medien bringt es eben mit sich, dass manche Menschen unschöne Kommentare sofort auf Facebook posten oder schlechte Bewertungen bei Google abgeben, nur weil sie warten müssen. Ich könnte allein schon einen Mitarbeiter für das Beschwerdemanagement einstellen. Andererseits habe ich über 120.000 Gäste, die begeistert sind, die zufrieden sind, die rausgehen und uns weiterempfehlen. Diese Menschen posten aber leider weniger. Unsere Bewertung bei Google wird hoffentlich im nächsten Jahr wieder besser, wenn sich die Situation entspannt hat. Wann dieser erste Besucheransturm nun einbrechen oder zurückgehen wird, vermag ich nicht zu sagen. Wenn die Besucherzahlen im Schnitt so weitergehen, sind wir nach einem Jahr bei 720.000. Eher unwahrscheinlich. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir das Ziel, nach einem Jahr 500.000 Besucher empfangen zu haben, erreichen können.

Wie ist die Stimmung bei Ihren Mitarbeitern?
Meine Mitarbeiter haben eine Menge geleistet. Viele sind urlaubsreif. Wenn ich könnte, würde ich sie alle gerne in den Urlaub schicken. Wir sind immerhin dabei, Überstunden abzubauen. Es gibt auch noch Nachwehen der Eröffnungsphase zu verkraften. Einige Aquarien sind noch sehr pflegeintensiv. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Tageskasse haben es manchmal mit aufgebrachten Wartenden zu tun. Kürzlich hat eine junge Mutter die Nerven verloren und ist mitsamt ihren verdutzten Kindern einfach ohne Ticket ins Haus eingedrungen, mit der Aussage, sie hätte keinen Bock mehr zu warten. Unfassbar! Und nicht auszudenken, wenn sich da noch mehr Leute angeschlossen hätten! Daher haben wir uns sehr gut aufgestellt im Bereich Kasse, Aufsicht und Security. Die Security-Leute informieren übrigens schon auf den Parkplätzen zur Wartesituation.

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Seit der Wiedereröffnung leider an der Tagesordnung: Vandalismus und Diebstahl

Einige Besucher scheinen mutwillig immer wieder Exponate der Ausstellung zu beschädigen. Was sagen Sie zu dieser Zerstörungswut?
Erwischt haben wir bisher niemanden, Das eine Thema ist der Vandalismus, der ist schlimm. Aber wir sind ein so gut besuchtes Institut, dass ich meine, irgendjemand muss die Beschädigung doch gesehen haben. Es geht mir also auch um Zivilcourage, zu der ich aufrufen möchte. Ich weiß, dass diese Diskussion negativ ist und wehtut, wo wir doch auf der Erfolgswelle der Wiedereröffnung schwimmen, aber ich möchte sie führen. Es gibt eben leider Leute, die mutwillig etwas zerstören wollen und auch das passende Werkzeug dabei haben, um z. B. Stahlseile zu durchtrennen, Seitenschneider oder ähnliches. Okulare aus der Mikroskopierstation sind herausgeschraubt worden. Die Weltkugel aus unserer Ausstellung wurde abgerissen. Sieben Spielstationen für Kinder wurden beschädigt, zum Teil mehrfach. Auch manche Eltern schauen in Ruhe zu und sagen nichts, während ihre Kinder auf dem Mobiliar turnen. Seit ich das Thema öffentlich gemacht habe, beklagen wir keinen Vandalismus mehr. Ob es da einen kausalen Zusammenhang gibt? Ich weiß es nicht.

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Herr der Haie: Dr. Jochen Reiter

Wie geht es den Tieren? Haben sie sich gut eingelebt? Sind sie gesund?Die Tiere haben sich gut eingewöhnt, wobei eines länger und eines kürzer dafür braucht. Wir sind professionelle Tiergärtner und wissen, was wir tun. Wir arbeiten ja stark in Richtung Vergesellschaftung von Tieren. Und wie in jeder guten Familie gibt es da auch mal Streit. Auch wenn es durch unsere eigene Expertise und durch die anderer Häuser möglich ist, Schwarzspitzenriffhaie und Rochen gemeinsam zu halten, so kann es doch immer wieder Irritationen in solch einer Gemeinschaft geben. Und schließlich haben wir ein einzigartiges Setup, welches man nicht mit anderen vergleichen kann. Unsere Pfleger tun alles zum Wohle der Tiere. Die Haie z. B. werden separat gefüttert. Unsere Pfleger nutzen eine Greifzange mit einem Futterfisch daran. Die Rochen lassen sich sogar von Hand füttern. Unsere Tierärztin, Dr. Karin Grassl, ist immer da, sollte es einem Tier mal schlecht gehen. Ein gutes Zeichen für das Wohlbefinden unserer Tiere sind unsere Nachzuchten. Schon im Februar gab es ja erstaunlichen Nachwuchs bei den Krustenechsen, eine absolute Seltenheit! Zwischendurch hatten auch die Katzenhaie Nachwuchs, auch jetzt haben sie ihre Eier wieder in das Becken abgelegt. Auch bei den Gundis gibt es immer viele Junge. Hier erfüllen wir gerne eine ganz wesentliche Aufgabe von Zoos: die Arterhaltung.

Das Aquazoo Löbbecke Museum hat eine Doppelfunktion: „Zoo meets Naturkundemuseum.“ Ein echtes Alleinstellungsmerkmal?

Als Prof. Dr. Zahn das Konzept 1987 umgesetzt hat, war es weltweit mitunter einmalig. Natürlich haben wir es im Laufe der Jahre umgestellt, ergänzt und erweitert, zum Beispiel mit dem Thema Artenschutz. Andere Einrichtungen sind unserem Vorbild dann gefolgt, z. B. das Darwineum in Rostock, der Westflügel des Naturkundemuseums Karlsruhe oder das Meeresmuseum in Stralsund. Auch die Macher des neuen Naturkundemuseum Biotopia in München haben uns kürzlich besucht, um sich von uns Tipps zu holen, wie man das Konzept, lebende Tiere in der Kombination mit Exponaten umsetzen kann. Jedoch: Niemand hat das so ganzheitlich getan wie wir. Allein vom Gebäude her: der Gang durch das Museum ist dem Nautilus mit seinen Kammern nachempfunden. Vor diesem Hintergrund würde ich sagen: Ja, wir sind mit unserem Haus in Deutschland nach wie vor einmalig.

Das Motto des neuen Aquazoos ist „Ursprung – Evolution – Vielfalt“. Gibt es einen Unterschied zur alten Konzeption?
Nein, aber wir haben sie stärker herausgearbeitet. Und wir wollen die Ausstellung mit allen Sinnen erfahrbar machen. Die Themenwelten sind in Farbe getaucht, so weiß man intuitiv, ich bin im Meer, oder ich bin im Süßwasser. Den Kindern erklären Schlammspringer Fred und Theodor Löbbecke in den Übergängen der Bereiche zudem, was sie wissen müssen. Ein wichtiger Aspekt beim Erleben der Ausstellung ist das „Free-Choice-Learning“. Man ist angehalten, auf Entdeckungsreise zu gehen und die Ausstellung explorativ zu erfahren. Bei dem vielfältigen Angebot ist für jeden etwas dabei.

Der Besucher soll „erleben, verstehen und bewahren“? Hat er das Bewahren schon gelernt?
Das könnten Sie Herrn Dr. Finke fragen. Er ist als leitender Pädagoge nah dran an den Menschen und gerade extrem nachgefragt. Aber ein Beispiel: In der Ausstellung gibt es das Skelett einer Schildkröte. Wo würde man bei einer Schildkröte die Wirbelsäule vermuten? Die meisten sagen: in der Mitte des Panzers. Sie verläuft aber rückenpanzernah. Das ist ein grandioses Beispiel für Bildung. Man versteht: Wenn man also einer Schildkröte auf den Rückenpanzer klopft, ist das so, als würde man Ihnen auf den Kopf hauen! Wenn also jemand sieht, dass Tierhalter unwissentlich ihre Schildkröte falsch handhaben, wird er aufgrund seines Wissens einschreiten. Die Vorträge, die Dr. Elmar Finke im Institut und draußen in den Schulen hält, sind da enorm wichtig.
Zudem nimmt auch das Insektensterben dramatisch zu. Irgendwann wird auch der Letzte merken: Wenn es keine Bestäuber mehr gibt, haben wir keine Kulturpflanzen mehr und keine Nahrung. Wir sind ein Haus, welches auch ein Insektarium hat. Auch wenn vielen beim Anblick von Insekten der Rücken kribbelt, überwiegt doch die Neugier und man beschäftigt sich damit. Hier machen wir viel Aufklärungsarbeit. Bekanntlich schützt man nur das, was man kennt! Wir leisten also viel in Sachen Arten-, Natur- und Umweltschutz. Wir schärfen das Bewusstsein. Und Stück für Stück geht man doch nachhaltiger durchs Leben.

Wie entwickeln sich die Patenschaften, die neben den Tieren nun auch Exponate und Pflanzen umfassen?
Die Tierpatenschaften schießen bei uns durch die Decke! Wir haben jetzt circa 200 Tierpaten. Sehr viele Tierarten sind schon vergriffen. Unsere „Hochkaräter“, Haie, Pinguine oder Rochen, kommen einfach an. Aber auch andere: Die Firma Seestern hat sich das Seesternbecken gesichert. Ein HNO-Arzt hat sich das Ohrenquallenbecken geschnappt. Ein Augenarzt die Brillenpinguine. Antenne Düsseldorf den Antennenwels. Es ist zum Sport geworden, passende Tiere zu finden. Ich bin bei den Düsseldorfer Jonges, in der Tischgemeinschaft Pastor Jääsch. Diese hegt und pflegt seit über 20 Jahren eine dem Aquazoo Löbbecke Museum gestiftete Schneckenplastik. Pastor Jääsch war ein Gefängnispastor. Bei uns gibt es den Sträflings- oder Gitterfisch. Da habe ich mir gedacht: das wäre doch das perfekte Patentier für die Tischgemeinschaft. Die Patenurkunde haben wir dann feierlich überreicht. Manche Menschen verbinden auch mit kleinen Geschöpfen sehr viel, wie zum Beispiel mit dem Rotaugenlaubfrosch oder dem Moosfrosch.
Auch wenn es nicht Jedermanns Sache ist, Pate einer Schabe zu werden, so fasziniert auch diese Art. Madagaskar-Fauchschaben z. B. kommunizieren mit acht verschiedenen Fauchlauten! Das Leben schreibt ja immer besondere Geschichten, vielleicht finden sich auch Paten für die Tausendfüßer, die Stilaugenfliegen oder die Milchkrautwanzen. Hier gibt es ein ganzes Terrarium für 100 Euro. Auch eine einzige Pflanzenpatenschaft haben wir bisher, für den Elefantenfuß, im Gehege der „Old Lady“, dem Australischen Süßwasserkrokodil. Das könnte noch mehr werden! Wir bekommen aber eine prominente Patin für ein Exponat: unser U-Boot „Nautilus“ in der Ausstellung „Meer und Mensch“. Die Messe „boot“ wird diese übernehmen!

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Begeistert Kinder: Schlammspringer Fred

Wie ist das Feedback von Kindern, Eltern und Lehrern auf die didaktischere Ausstellungskonzeption?
Ganz toll. Überall wird ausprobiert und gespielt. Wir haben uns bewusst für viele analoge Medien entschieden und sind behutsam mit dem neuen digitalen Angebot umgegangen. Die Kletterstrecke zwischen Süßwasser und Land wird fast schon zu intensiv genutzt, erste Spuren der Abnutzung sind sichtbar. In den Übergangsbereichen erklärt Schlammspringer Fred den Kindern, was sie hier sehen. Das kommt gut an.

Wo lebt eigentlich das Maskottchen der Kinder, „Fred, der Schlammspringer“?
Der lebt mit seinen Artgenossen in seinem Gehege, aber wir haben ihn nicht speziell gekennzeichnet.

Wie wird die neue Ausstellung „Meer und Mensch“ angenommen?
Sehr gut. Auch hier gibt es ja interaktive Elemente. Mal abgesehen davon, dass am U-Boot schon wieder einige Knöpfe herausgerissen wurden … Die Vielfalt der Ausstellung ist gelungen. Im kleinen Kino kann man Filme vom Tauchpionier Hans Hass gucken. Es gibt eine schöne Ecke für Pädagogen und als interaktives Element die Giftnotrufsäule und tolle Exponate, wie den Mondfisch.

Sie selbst und auch der Freundeskreis streben eine Erweiterung des Aquazoos an. Ein Traum oder irgendwann machbar?
Konkrete Pläne gibt es momentan noch nicht. Das Aquazoo Löbbecke Museum ist eines der beliebtesten Museen in Düsseldorf. Man hat mich, denke ich, auch nicht als Bestandsverwalter geholt. Zudem benötigen wir perspektivisch schon Möglichkeiten, uns nachhaltig zu attraktiv zu halten. Wir sind eben kein Flächenzoo und haben auch keine große Sonderausstellungsfläche. Mehr Besucher werden wir langfristig auch nur mit einem zusätzlichen Angebot gewinnen können. Wenn hier nicht nachgelegt wird, werden die Besucherzahlen heruntergehen. Denn die Erfahrung zeigt: Die Leute lechzen heute nach immer Größerem – in immer kürzeren Intervallen. Auch die Fragen nach der Legitimierung von Zoos und den Herausforderungen der Tierhaltung werden größer. Das ist auch richtig so, und hier sind wir gut aufgestellt.

Die Advents- und Weihnachtszeit steht vor der Tür. Feiern Sie diese mit den Kollegen in diesem Jahr besonders?
Wir sind gerade dabei, ein bisschen was zu organisieren, aber aufwändig wird es nicht, und das wird auch nicht erwartet. Wir werden einfach einen Nachmittag zusammen verbringen. Ich werde sicherlich einen kleinen Jahresrückblick geben. Da gibt es viele Fotos, die lustig sein werden, oder unfreiwillig lustig, von den Phasen der Sanierung. Die werde ich zeigen. Wir werden nur einfach beisammen sein und entschleunigen.

Die Sonderöffnungszeiten bis 20 Uhr am Abend gelten noch bis zum 23. Dezember. Nach den Feiertagen ist der Aquazoo bis 18 Uhr geöffnet. Gibt es evt. eine Chance auf Verlängerung der Sonderöffnungszeiten oder auf einen langen Abend in der Woche, wie bei manchen Museen?
Das letzte Zeitfenster, von 18 bis 20 Uhr, wird tatsächlich wenig genutzt, daher werden wir die Sonderöffnungszeiten nicht verlängern. Einen langen Abend – darüber denken wir schon nach. Dann aber sicher nicht jede Woche sondern exklusiver, eher einmal im Monat. Wir müssten schauen, wie das ankommt. Ein Sponsor wäre evt. auch hilfreich für die Umsetzung. Den haben wir aber derzeit nicht.

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Rückblick Rosenmontag 2017: Freundeskreis-Chef Michael Fischer mit Familie

Beim nächsten Rosenmontagszug 2018 wird das Aquazoo Löbbecke Museum nicht dabei sein?
Nein, wir brauchen mal eine Pause. Aber wer weiß, vielleicht in Zukunft? Es gibt ja auch steigende Mitgliedszahlen im Freundeskreis. Es wäre denkbar, dass man aus diesen Reihen eine Taskforce bildet, die Lust dazu hätte und die ganze Organisation übernehmen würde. Schließlich leben wir in Düsseldorf. Da wird sich schon jemand finden.

Sie haben mit dem ganzen Team in 2017 viel geleistet und viel erreicht. Haben Sie schon konkrete Pläne für das neue Jahr?
Bis Mitte 2018 muss sich der Regelbetrieb noch besser einspielen und daher werden wir neue Projekte nicht angehen können. Gerade im technischen Bereich z. B. ist noch unglaublich viel zu tun. Wir müssen das letztlich auch von personellen Möglichkeiten abhängig machen. Wir denken auf jeden Fall über Vortragsreihen mit guten Referenten zu spannenden Themen nach. Und über Sonderausstellungen natürlich.

Herr Dr. Reiter, danke für das Gespräch.

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Auf Spurensuche bei den Spielstationen: Mensch oder Tier?

 

 

Schöne Ferien! Im Aquazoo!

aquazoo-duesseldorf-ferienprogrammWelches Kind will nicht gerne einmal bunte Korallenriffe bauen, spannende Unterwasserbilder fotografieren oder auf Safaritour durch den nächtlichen Zoo gehen? Das alles ist in den Herbstferien möglich. Denn für diese Zeit hat sich das Aquazoo Löbbecke Museum ein attraktives Programm ausgedacht. Die Aktionen selbst sind kostenfrei – es ist nur der Eintritt zu entrichten. Das Angebot richtet sich an einzelne Kinder und ist nicht für ganze Gruppen buchbar. Hier die Übersicht:

FERIENRAUM
Montag bis Freitag, 23. bis 27. Oktober, 10 bis 17 Uhr

Der Ferienraum steht für alle offen, die Faszinierendes über die Tiere im Aquazoo erfahren möchten. Mit Rätsel-, Malbögen und spannenden Büchern bekommen Interessierte jeden Alters spielerisch Einblicke in die atemberaubende Unterwasserwelt. Anmeldung NICHT erforderlich.

Der blaue Planet und seine bunten Korallenriffe
Montag, 30. Oktober, 9 bis 12 Uhr

Korallenriffe sind farbenfroh und voller Leben. Dort hausen interessante, gefährliche und schöne Tiere. Kinder ab 7 Jahren können diesen vielfältigen Lebensraum samt seiner Bewohner kennenlernen und sogar ein eigenes Riff gestalten. Dazu sollte ein Schuhkarton mitgebracht werden. Das selbstgebaute Kunstwerk kann im Anschluss mit nach Hause genommen werden. Anmeldung erforderlich.

Auf Unterwasserpirsch – mit der Kamera
Donnerstag, 2. November, 9 bis 12 Uhr

Ein gutes Tierfoto zu „schießen“ ist gar nicht so einfach. Mit etwas Anleitung haben Kinder ab 9 Jahren die Möglichkeit, tolle Bilder zu machen und über ihre eindrucksvollen Schnappschüsse zu diskutieren. Anmeldung erforderlich.

Aquarientiere bei Nacht
Freitag, 3. November, 20 bis 21.30 Uhr

Nachts wird so mancher erst munter – das gilt auch für viele Tiere. Auf einer nächtlichen Safaritour durch den dämmerigen, ruhigen Aquazoo gibt es viel zu entdecken. Das Programm richtet sich an Kinder ab 8 Jahren in Begleitung eines Erwachsenen. Anmeldung erforderlich.

Auskünfte und Anmeldungen
Für Auskünfte und Anmeldungen steht das Aquazoo Löbbecke Museum unter der
E-Mail paedagogik.aquazoo@duesseldorf.deoder montags bis donnerstags von 13 bis 14.30 Uhr unter der Telefonnummer 0211-899 61 57 zur Verfügung.

Viel Spaß und schöne Ferien!

Wartezeiten verkürzen mit dem Online-Ticket – jetzt auch für Freundeskreis-Mitglieder

aquazoo-infotafelaquazoo-infotafel2Freitag, der 13., wird für manchen Aquazoo-Freund hoffentlich zum Glückstag. Denn ab heute haben Personen, die zu freiem oder vergünstigtem Eintritt berechtigt sind – wie z. B. Mitglieder des Freundeskreises Aquazoo, Inhaber Art Card, des Düsselpasses oder der Düsselcard/Welcome Card – die Möglichkeit ihr Online-Ticket mit einem Zeitfenster zu bestellen. Bei der Ticketauswahl gibt man einfach das gewünschte Zeitfenster und die Art der Ermäßigung an. Die Westticket Servicegebühr von einem Euro muss allerdings auch dann entrichtet werden, wenn man zu freiem Eintritt berechtigt ist. Manchem mag es das wert sein, wenn man so die Wartezeit verkürzen kann. Die Tickets berechtigen zum Anstellen in der „Fast Lane“ (Wartebereich für die Online-Ticket-Besitzer) und sind an der Kasse nur in Verbindung mit der jeweiligen Karte gültig.

Zusätzlich hat die Stadt Düsseldorf eine mobile, digitale Infotafel an der Einfahrt zum Aquazoo-Parkplatz errichtet. Bei normalem Besucheraufkommen wird auf der Tafel der Hinweis Aquazoo Löbbecke Museum > geschaltet. Bei Wartezeiten ab zwei Stunden wird die aktuelle Wartezeit an der Tageskasse angezeigt.

Nach wie vor gilt aber: man ist gut beraten,

Großer Ansturm auf den neuen Aquazoo

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Danke, liebe Tierfreunde, für Ihr immenses Interesse am neuen Aquazoo Löbbecke Museum! Bitte beachten Sie jedoch bei der Planung Ihres Besuchs: Besonders an Wochenenden und an Brücken- oder Feiertagen ist der Aquazoo extrem frequentiert. Auch für die Herbstferien erwartet Dr. Jochen Reiter, Direktor des Instituts, einen großen Ansturm. Er freut sich auf die Besucher, bedauert aber: „Wir dürfen nur eine begrenzte Anzahl an Gästen gleichzeitig ins Haus lassen. Daran können wir leider nichts ändern!“ Wer kein Online-Ticket hat, sondern erst an der Tageskasse seinen Eintritt bezahlt, muss mit Wartezeiten von 2 Stunden und mehr rechnen. Dr. Reiter: „Nutzen Sie daher bitte unbedingt die Möglichkeit des Online-Tickets im Vorverkauf! Nur so kann die Steuerung der Besucher gelingen und können längere Wartezeiten größtenteils vermieden werden. Am Tag der deutschen Einheit hat dies wider Erwarten nicht funktioniert, wofür wir um Entschuldigung bitten. Hier haben wir nachgebessert.“ Seine Empfehlung für die nächste Zeit lautet:

  • Online-Ticket nutzen und lange Wartezeiten vermeiden
  • geringere Wartezeiten an der Tageskarten-Kasse gibt es am frühen
    Abend der Wochentage
  • Sonderöffnungszeiten bis 20 Uhr gibt es bis einschließlich 23.12.17
  • ab 26.12.17 gelten wieder reguläre Öffnungszeiten von 10–18 Uhr 
  • unbedingt mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen
  • wer mit seinem Besuch noch etwas warten kann, sollte dies tun

Die Mitglieder des Freundeskreises genießen natürlich jederzeit freien Eintritt. Jedoch ist es technisch leider nicht machbar, für diese einen extra Einlassbereich zu schaffen. Den Freunden und Unterstützern des Aquazoo Löbbecke Museum an dieser Stelle ein großer Dank für Ihr Engagement – und für Ihr Verständnis und Ihre Geduld.

Null-Euro-Scheine gehen gegen Null

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Obacht, liebe Sammler:
Es gibt nur noch wenige Null-Euro-Scheine. Die Sonderedition zur Wiedereröffnung erfreut sich großer Beliebtheit. Nur noch knapp 1.800 Exemplare der Gesamtauflage von 5.000 Stück sind noch verfügbar – sie sind nur an der Kasse des Aquazoo Löbbecke Museum zu erwerben. Kosten: drei Euro pro Stück. Es werden maximal 5 Scheine pro Person vergeben. Vorbestellung oder Versand ist leider nicht möglich. Auf gehts in den neuen Aquazoo!

Aquazoo Löbbecke Museum feiert Wiedereröffnung

Düsseldorf, zwölf Uhr mittags: Oberbürgermeister Thomas Geisel durchschnitt feierlich das Band und gab das Aquazoo Löbbecke Museum den Düsseldorfern zurück. Die Sonne strahlte dazu – und mit Michael Fischer, dem Vorstandsvorsitzenden des Freundeskreises Aquazoo, um die Wette. Dieser eröffnete seine Rede voller Freude und etwas süffisant mit den Worten: „Wir sind nicht Berlin sondern Düsseldorf. Wir haben unsere Schwierigkeiten überwunden. Wir können heute eröffnen!“ Er dankte dafür herzlich allen Verantwortlichen der Stadt Düsseldorf sowie dem hervorragenden Team des Aquazoo Löbbecke Museum. Die Zielsetzung  des Hauses fasste er so zusammen: Es geht um Bewahrung der Schöpfung, Schutz der Natur, Erhaltung der Tierwelt und um die Darstellung der Entwicklung des Lebens“ Fischer ist überzeugt: „Wenn Du den Menschen beibringen willst, die Natur zu schützen, dann erkläre Ihnen nicht, wie menschliches Verhalten die Umwelt zerstört, sondern lehre sie das Staunen über und die Liebe zur Natur.“ Den Tag der Wiedereröffnung wolle er daher nicht nur zum Feiern nutzen, sondern auch, um weiter nach vorne zu schauen und Pläne zu schmieden, wie man das Institut weiterhin fördern könne und er fügte an: „Nach der Sanierung ist vor der Erweiterung“, was mit Applaus quittiert wurde. Die Rede von Michael Fischer können Sie hier als PDF downloaden.

Während sich draußen vor dem Festzelt schon Popcornduft breit machte und sich die Stelzenläufer in Stellung brachten, hielten auch Oberbürgermeister Thomas Geisel und Dr. Jochen Reiter Ihre Ansprachen. Letzterer sichtlich bewegt und mit bewegenden Worten. Er betonte, wie ausgesprochen warmherzig er vor eineinhalb Jahren in der Landeshauptstadt aufgenommen worden war und welches Glück er mit seinem Aquazoo-Team hat. Dass der Aquazoo mit seiner Symbiose aus lebendigem Zoo und lehrreichem Museum ein Alleinstellungsmerkmal besitzt wie kein anderes Institut, mache ihn froh und er erinnerte an den Visionär und früheren Direktor Prof. Dr. Manfred Zahn, der diesen Ort konzipiert und geschaffen hatte. Dem Freundeskreis dankte er für seine herausragende Unterstützung der neuen Ausstellung mit 1,8 Millionen Euro. Die ganze Rede von Dr. Jochen Reiter lesen Sie unter diesem Link.

Allen Tierfreunden, die ihren Besuch im neuen Aquazoo noch vor sich haben wünschen wir viel Spaß und Genuss. Wir freuen uns auch über Ihre Kommentare und Ihr Feedback zum neueröffneten Institut. Was hat ihnen gefallen? Nutzen Sie dafür einfach die Kommentarfunktion.

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Sie möchten Mitglied im Freundeskreis werden? Hier gibt es alle Informationen samt Anmeldeformular. Gleich ausfüllen, einsenden und freien Eintritt genießen.

Zum guten Schluss noch ein aktueller Beitrag von Center TV:

Exklusives Pre-Opening des Freundeskreises – willkommen im neuen Aquazoo!

Wer ein Freund des Aquazoo Löbbecke Museum ist, genießt viele Vorteile: zum Beispiel einen exklusiven Rundgang durchs neu gestaltete Institut – einen Tag vor der offiziellen Eröffnung. Viele neugierige Tierfreunde strömten heute in den Düsseldorfer Nordpark, um die lang vermissten Lieblingstiere wieder zu sehen und die neu gestaltete Ausstellung zu bewundern. Und tatsächlich hat sich besonders hier viel getan – die Konzeption ist zeitgemäß und lädt an vielen Stellen zur Interaktion ein. Besonders Kinder wird das freuen, denn sie können ab jetzt richtig mitmachen und dabei spielerisch lernen: per Knopfdruck hier einen Film sehen, dort einen Versuch machen, hier durch ein Guckloch schauen und dort hinaufklettern. Große Freude herrschte beim Anblick der neuen Tiere, wie zum Beispiel der Brillenpinguin-Kolonie. Die kleinen Frackträger bewegten sich verspielt, neugierig und pfeilschnell unter Wasser. Die neuen Kuhnasenrochen hingegen zogen mit elegantem Flügelschlag souverän ihre Bahnen.

Michael Fischer, Vorstandsvorsitzender des Freundeskreises, und Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter begrüßten die zahlreichen Gäste und Ehrengäste aufs Herzlichste. Beide bedankten sich bei den Unterstützern und Förderern des Instituts für ihre Treue und Geduld. Dr. Jochen Reiter hob auch die enormen Leistungen seines Teams hervor, welches gerade auf den letzten Metern nochmals die Kräfte gebündelt und großartige Arbeit geleistet hatte. Die Freude und Erleichterung, dieses große Projekt nun gestemmt zu haben, war überall zu spüren. Die positive Resonanz der Besucher entschädigt sicher für manche Nachtschicht.

Das Aquazoo Löbbecke Museum hat nicht nur endlich seine Tiere wieder, sondern auch seine Tierfreunde. Morgen, Freitag, ab 12 Uhr, heißt es dann ganz offiziell: herzlich willkommen!


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