Jetzt abstimmen für das Amphibienprojekt des Aquazoos!

Hübsch anzusehen aber sehr gefährdet: der Harlekinfrosch (Atelopus).

Geschätzte Leser! Am 13.02.15 berichteten wir hier zum ersten Mal über „Quaken für das Klima“, das engagierte Aquazoo-Amphibienprojekt. Das als „ UN-Dekade Projekt“ ausgezeichnete Zucht- und Schutzprogramm für bedrohte Amphibien wurde nun zum „UN-Dekade-Projekt des Monats“ nominiert. Das freut uns sehr! Denn es motiviert uns, der größten Aussterbewelle seit Menschengedenken – verursacht durch Lebensraumzerstörung, Klimawandel und Umweltverschmutzung – etwas entgegen zu setzen: unsere unermüdliche Arbeit für den Natur- und Artenschutz.
Wir brauchen jedoch viele Stimmen, die für uns und unser Projekt voten. Wir brauchen SIE! Bitte stimmen Sie jetzt ab für Ihren Aquazoo! Bis Ende April und unter diesem Link: http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/2215.html. Dort gibt es auch noch mehr Informationen zum Projekt. Wenn viele Aquazoo-Freunde mitmachen und wir gewählt werden, haben wir die Chance, Jahresprojekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ zu werden. Teilen Sie den Artikel auch auf den sozialen Netzwerken!
Herzlichen Dank für Ihr Interesse am Aquazoo und für Ihre Stimme.

Ein farbenfrohes Erscheinungsbild schützt leider nicht vor Ausrottung.

 

„Quaken für das Klima“. Eine Herzensangelegenheit.


Von Sandra Honigs

Im Beisein zahlreicher geladener Gäste wurde dem Aquazoo/Löbbecke-Museum für seine Zucht- und Schutzstation für Amphibien am Montag, dem 9. Februar 2015, die Auszeichnung der UN als Projekt der UN Dekade Biologische Vielfalt verliehen. Den Preis übergaben in Vertretung des Oberbürgermeisters der Landeshauptstadt Thomas Geisel, Ratsherr Marcus Münter sowie Professor Dr. Hartmut Greven. Musikalisch wurde die Veranstaltung im exotisch grünem Ambiente des Afrika-Gewächshauses des Botanischen Gartens der Heinrich-Heine Universität Düsseldorf vom Duo Apfelbaum und Kopper und von den Fröschen, die ebenfalls „zu Wort“ kamen, begleitet.
„Es ist still geworden an den Teichen – und deshalb quaken wir nun sie für Sie!“ Sandra Honigs, Leiterin des Amphibienprojektes und kommissarische Leiterin des Aquazoos, meint mit „Sie“ die Amphibien, die kurz vor der größten Aussterbewelle seit Menschengedenken stehen. Unbemerkt von der Öffentlichkeit, haben es die Amphibien weltweit schwer. Alte und neue Krankheiten, Lebensraumzerstörung und Umweltverschmutzung, negative Einflüsse durch den Menschen und der Klimawandel machen es dieser faszinierenden Tiergruppe zu schaffen.
„Quaken für das Klima!“ ist zum Leitspruch des Amphibienprojektes geworden. Weiterlesen

Lebendes Fossil: Europäischer Stör ist Fisch des Jahres

Europäischer Stör (Acipenser sturio) – Fisch des Jahres. Quelle: Illustrations de Ichtyologie ou histoire naturelle générale et particulière des Poissons Bloch, Marcus Elieser, J. F. Hennig, Plumier, Krüger, Pater, Schmidt, Ludwig, Bodenehr, Moritz 1795–1797 (Bibliothèque nationale de France), Urheber: Krüger

Fazinierend: Wissenschaftler fanden verwandte Arten dieses außergewöhnlichen Knochenfisches in versteinerter Form, deren Alter auf ca. 200 Millionen Jahre geschätzt wird. Wenn man diese mit dem Aussehen des heute lebenden und sehr seltenen Europäischen Störs vergleicht, versteht man seinen Beinamen „lebendes Fossil“. Denn gravierende Unterschiede zu seinen frühen Vorfahren sind kaum zu entdecken!
Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts war der Stör (Acipenser sturio) fester Bestandteil der norddeutschen Flusslandschaft. Auch als Speisefisch war der bis zu 3 Meter lange und 300 Kilogramm schwere Gigant sehr begehrt. Die Bestände gingen jedoch durch Begradigung der Flüsse und die Auswirkungen der industriellen Revolution dramatisch zurück.
Heute existiert lediglich im Mündungsgebiet der französischen Gironde eine letzte Population von ca. 200 Tieren. Umso wichtiger für die Erhaltung der biologischen Vielfalt unserer Gewässer sind die Wiederansiedlungs-Projekte des Bundesamtes für Naturschutz (BfN) und der EU: 2013 wurden 1000 Jungstöre im Bereich der Elbe und deren Nebenflüssen (darunter auch die „Stör“) eingesetzt.
Auch der Aquazoo zeigte verwandte Arten, wie Sterlet, Waxdick oder Löffelstör, die mit ihrem urtümlichen Aussehen und ihren besonderen Anpassungen an ihre Lebensweise das Interesse der Besucher zu wecken wussten.