Pinguin Viktor bekommt eine Patin

pinguine-aquazoo-loebbecke-museum-jaegerfeld-webSie lieben Leguane? Mögen Molche? Verehren Vogelspinnen? Bewundern Bartagamen? Und Sie möchten Ihren Favoriten gerne unterstützen? Dann haben wir die Idee für Sie: die Patenschaften des Aquazoo Löbbecke Museum. Neu daran ist, dass man Pate nicht nur für Tiere, sondern auch für Pflanzen und Exponate werden kann – so kommen z. B. auch die Liebhaber der Botanik auf ihre Kosten. Es macht Freude, das Wachsen und Gedeihen des Tieres oder der Pflanze zu beobachten. Gleichzeitig übernimmt jeder Pate ein Stück wohltuende Verantwortung für die Natur.

Diese Idee begeisterte auch Charlotte, die Tochter des Oberbürgermeisters Thomas Geisel. Sie übernahm heute im Beisein ihres Vaters die Patenschaft für den kleinen Brillenpinguin Viktor (Foto oben, zusammen mit seinen Artgenossen).

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Thomas Geisel: Es ist wirklich toll, dass Freunde des Aquazoos die Möglichkeit haben, eine Patenschaft zu übernehmen. Damit wird jeder Besuch im Aquazoo für den Paten zu einem besonderen Erlebnis, wenn er sein Paten-Tier oder seine Paten-Pflanze sieht und in der Entwicklung beobachten kann. Ich bin sicher, wir werden bei unserem nächsten Besuch wohl etwas mehr Zeit vor dem Pinguinbecken verbringen“.

Dr. Jochen Reiter, Direktor des Aquazoo Löbbecke Museum, erläutert: „Tierpatenschaften gab es vor der Sanierung schon, und an dieses Erfolgsmodell schließen wir natürlich an. (…) Auch in diesem Zusammenhang können wir unser Alleinstellungsmerkmal – Zoo und Naturkundemuseum in einem zu sein – ausspielen und auf diese Weise mehr Interesse für das Institut und seine Aufgaben wecken“.

Was kostet eine Patenschaft? Ab 75 Euro pro Jahr ist sie möglich – z. B. für einen Feuersalamader, einen Piranha oder einen Zwerghamster. Die Patenschaft eines Brillenpinguins kostet 300 Euro pro Jahr, die eines Australischen Süßwasserkrokodils schlägt mit 500 Euro pro Jahr zu Buche. Alle Beiträge fließen direkt in die Tier- oder Pflanzenpflege. Es gibt eine Urkunde und eine namentliche Erwähnung auf der Spenden- und Sponsorentafel, zudem einen jährlichen Patentag. Auch für Firmen ist eine Patenschaft interessant: ab 1.500 Euro pro Jahr werden die Unterstützer in nächster Nähe zu ihrem Schützling mit ihrem Namen oder Logo präsentiert. Wer darüber hinaus ein wirklich originelles und sinnvolles Geschenk sucht: Patenschaften kann man auch verschenken. Der nächste Geburtstag, Namenstag oder das nächste Jubiläum kommt bestimmt. Und Weihnachten ganz sicher auch.

Weitere Infos gibt es hier oder unter der Rufnummer 0211-899 61 57

Foto mit OB Thomas Geisel, Patin Charlotte Geisel und Dr. Jochen Reiter: Melanie Zanin

Die Brillenpinguine sind da


Das Aquazoo Löbbecke-Museum hat endlich seine Pinguine zurück! Gut ein Dutzend Brillenpinguine (Spheniscus demersus) leben sich gerade in ihrem neu gestalteten Zuhause ein, einer naturnahen Kunstfelsenlandschaft mit Rückzugsorten und Brutmöglichkeiten. Die kleinen Frackträger reisten vom italienischen Zoo Zoom Torino in den Düsseldorfer Aquazoo, wo das Becken für die Pinguine schon länger von Grund auf saniert wurde. Es wurde neu beschichtet, mit vielen Tonnen gereinigtem Kies aufgeschüttet und dann mit Meerwasser befüllt. Ein bepflanztes Sandstück und ein Wasserfall in den Felsen bringen Abwechslung und Bewegung ins Spiel.
Den Empfang der Pinguine absolvierte man im Team: Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter, die Kuratorin, die Tierärztin und die Pfleger nahmen die Vögel behutsam entgegen, untersuchten und wogen sie und setzten sie dann in einen rückwärtige Teil des Geheges. Die Brillenpinguine konnten nun selbst entscheiden, wann sie ihre neue Anlage betreten wollten. Da die Vögel neugierig waren, dauerte es nicht lange, bis alle nach und nach ihr neues Zuhause erkundeten und ins Wasser abtauchten. Die Besucherinnen und Besucher des Aquazoo Löbbecke-Museums können die Vögel ab dem 22. September bei ihren eleganten Tauchgängen übrigens durch eine große Glasscheibe bewundern.

Wussten Sie, dass Brillenpinguine unter strengem Naturschutz stehen? Die Verschmutzung des Meerwassers, die Überfischung der Meere und das Aufsammeln von Eiern führten zu einer drastischen Minimierung dieser Art. Noch nicht einmal 50.000 Brutpaare überleben heute im südlichen Afrika. Zoologische Einrichtungen, wie auch der Aquazoo, engagieren sich daher sehr für die Erhaltungszucht bedrohter Arten. Es gibt mittlerweile Zuchtprogramme für rund 300 bedrohte Tierarten, so auch für den Brillenpinguin. Jedes Erhaltungszuchtprogramm wird durch einen Art-Koordinator geleitet, der alle relevanten Daten gehaltener Tiere sammelt und analysiert. Dadurch kann Inzucht in der Population vermieden werden. Die Koordinatoren verteilen die Tiere dann an Zoos, die mit der Haltung von Brillenpinguinen beginnen möchten. Auf diesem Wege erhielt auch der Aquazoo seine Pinguine.

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Fotos: Uwe Schaffmeister
1. Kunstfelskulisse: Rückzugs- und Brutmöglichkeiten für die Vögel
2. Neugieriger Blick: Einleben im nassen Element