Wasser marsch!

Haibecken-Aquazoo-DuesseldorfDie meisten Terrarien des Aquazoos sind nun komplett eingerichtet und die Bewohner tummeln sich wieder darin. Anders die Meerwasseraquarien: Wegen der komplizierten Wasseraufbereitung und der aufwändigen Tiertransporte dauert es noch eine Weile, bis alle Anlagen in Betrieb und mit Tieren besetzt sind. Je nach Haltungsanspruch der Fische oder Korallen muss deren Aquarium mindestens 4 Wochen einlaufen, bevor es besetzt werden kann. Wie geschieht das? Zunächst wird nur Wasser eingefüllt, gegebenenfalls gemeinsam mit den ersten Einrichtungsgegenständen – Wurzeln, Gestein und Bodengrund. Einige Aquarien werden zudem regelrecht angeimpft, sodass sich die richtigen Mikroorganismen und Algen ansiedeln, die die Wasserqualität ausmachen. Dieser Prozess kann bei großen oder anspruchsvollen Aquarien mehr als 6 Wochen dauern. Erst wenn die chemischen und biologischen Voraussetzungen stimmen, können empfindliche Korallen, Barsche, Anemonen, Seeigel und Zylinderrosen einziehen. Wir sagen schon mal: herzlich willkommen.

Das Bild zeigt übrigens einen Ausschnitt aus dem Haibecken.

500 Millionen Jahre Naturgeschichte auf einen Blick? Bitteschön.

Stammbaumvitrine1Stammbaumvitrine2Zwar ist die neue Ausstellung „Natürliche Vielfalt durch Evolution“ im Aquazoo noch „top secret“.  Und außerdem noch gar nicht fertig. Aber so viel sei verraten: Am Eingang zur Themenausstellung wird es künftig eine spannende Übersicht der Pflanzen- und Tierstämme geben. Deren Entwicklung von Erdzeitalter zu Erdzeitalter wird anhand von einzigartigen Fossilien gezeigt. Ab dem 22. September erwarten Sie neben den quicklebendigen Zoobewohnern also auch 500 Millionen Jahre Naturgeschichte auf einen Blick! Aufgrund guter Beziehungen ist es uns immerhin gelungen, für Sie zwei Fotos der noch unfertigen Schautafeln zu machen. Demnächst mehr auf diesem Kanal.

Seepferdchen und Co. zurück in den Zoo

aquazoo-duesseldorf-seepferdchenIm Düsseldorfer Meerwasser tut sich was. Genauer gesagt, im Aquazoo Löbbecke-Museum. Denn nun ziehen endlich lang vermisste Tiere in ihre frisch gesäuberten und neu eingerichteten Meerwasser-Aquarien ein. Mit dabei und von Museumsdirektor Dr. Jochen Reiter heute für Sie fotografiert: das Langschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus guttulatus), die Blasenkoralle (Plerogyra) mit einigen Banggai-Kardinalbarschen (Pterapogon kauderni) und dem Roten Diadem-Seeigel (Astropyga radiata) sowie die Zylinderrose (Ceriantharia).
Es gibt dabei allerdings auch Herausforderungen zu meistern: Das exakte Mischungsverhältnis des Meerwassers ist äußerst wichtig für die Gesundheit der Tiere. Auch unerwünschtes Algenwachstum muss dringend verhindert werden. Die Lösung: algenfressende Fische und Krebse verrichten diese Arbeit und unterstützen so die Biologen und Tierpfleger am Aquazoo. In der Natur hat eben jeder seinen Platz.
Davon konnten sich heute auch Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und die Vertreter der Presse überzeugen. Bei einem Rundgang durch den Aquazoo gab es viele Einblicke, auch in den neuen Besucherbereich. Leider gibt es von diesem noch kein Foto, was unsere Neugier natürlich anstachelt. Lesen Sie auch die Pressemeldung der Stadt Düsseldorf.
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Ihre Stimme für den Aquazoo

aquazoo_rezensionenSeit kurzem ist das Aquazoo Löbbecke-Museum als Unternehmen bei Google bestätigt. Damit ist jetzt auch die Möglichkeit freigeschaltet worden, das Institut zu bewerten und zu rezensieren. Bisher haben dies erst zwei Menschen genutzt. Auch wenn der Zoo erst am 22.9.17 wiedereröffnet: Als Insider und Kenner des Instituts sie Sie herzlich eingeladen, hier den Aquazoo mit Sternchen zu bewerten und mit Ihren eigenen Texten und Fotos anderen Menschen eine Orientierung zu geben. Mitmachen kann jeder, der ein Google-Konto hat.
Bewerten Sie uns auch gerne auf Facebook und linken Sie dies auch an Ihre Freunde weiter!

Hechte und Steinbeißer zurück im Rhein

Gute Nachrichten haben dieser Tage Seltenheitswert. Nicht so im Freundeskreis Aquazoo Blog, Quell der guten Laune und Hort der Freude über die Wunder der Flora und Fauna. So gibt es heute wieder Erfreuliches über die gelungene Renaturierung des Rheins zu berichten, zum Beispiel an der Urdenbacher Kämpe, einem beliebten Ziel für Flaneure und Naturliebhaber. Im dort wieder natürlich laufenden Flussbett siedeln sich zahlreiche seltene Vögel und Pflanzen an. Was man vom Land aus nicht sieht: Im Altrhein tummeln sich Fische, die dort sehr lange Zeit nicht gesichtet wurden. Zur Freude der Forscher und Biologen sind Hechte, SchleienKarauschen und Steinbeißer in den Rhein zurückgekehrt. Sie können diese Nachricht bei der Rheinischen Post vertiefen.  Ein schönes Mai-Wochenende in der Natur!

Oben: schöne Schleie, unten: toller Hecht, beide im Rhein gesichtet.

Bunte Halsbandleguane ziehen in den Aquazoo ein


Sie sind gepunktet, gestreift und knallig bunt gefärbt. Nein, keine Ostereier, sondern Halsbandleguane (Crotaphytus collaris). Die Tiere sehen so aus, als wären sie mit einem Computerprogramm nachbearbeitet worden. Jedoch sind sie auch in ihrer natürlichen Umgebung, Oklahoma (USA), derartig bunt und auffällig gefärbt. Besonders die Männchen zeigen sich mit strahlend türkisfarbenem Körper und zitronengelbem Kopf. Punkte entlang des Rückens und am Schwanz sowie der namensgebende schwarze Streifen an Hals und Nacken komplettieren das farbenfrohe Erscheinungsbild der quirligen Echsen. Die Leguane sind Nachzuchten eines engagierten Züchters, der sich privat ganz der Haltung und Zucht mehrerer Halsbandleguanarten verschrieben hat. Das Aquazoo Löbbecke Museum wird sich zukünftig auch an privaten Zuchtinitiativen beteiligen, um so die Halsbandleguane weiter zu vermehren.

Unterwasserwelt bei Lea Lenhart wurde zum Ort der Begegnung

schwarzlicht_installation_lealenhart9Vergangenen Sonntag hatte der Freundeskreis Aquazoo Düsseldorf zur Führung durch eine künstlerische Unterwasserwelt eingeladen. Viele Tierfreunde und Kunstinteressierte strömten in das Atelier der Künstlerin Lea Lenhart, um ihre verwunschenen und farbenprächtigen Perlenobjekte zu erleben. Die Kunstwerke wurden als Rauminstallation präsentiert. Schon bei Tageslicht betrachtet bot sich dem Besucher ein Bild wie aus einer unbekannten Welt. In schillernden Farben und mit einer Vielzahl von Formen meinte man Unterwasserwesen zu erkennen. Waren dies etwa Seesterne? Quallen? Korallen? Als Lea Lenhart dann den Raum verdunkelte und die Objekte im Schwarzlicht leuchteten und strahlten, ging ein Raunen durch die Gruppe: welch zauberhafte Unterwasserwelt!
Dr. Elmar Finke, leitender Pädagoge am Aquazoo, zauberte auf seine Art: Er präsentierte faszinierende, teils noch gar nicht erforschte Unterwasserlebewesen, die gemeinsam eine besondere Eigenschaft haben: die Kraft, selbst zu leuchten. Das Fachwort dafür lautet Biolumineszenz. Besonders die anwesenden Kinder staunten nicht schlecht, als sie von einer Garnele erfuhren, die ihren Angreifern eine floureszierende, leuchtende Substanz entgegen schleudert, um sie zu blenden. Oder dass es meist Bakterien sind, die den Tieren durch eine chemische Reaktion zum Leuchten verhelfen. Wie viele Wesen tatsächlich in der Tiefsee leuchten und warum sie das tun, ist selbst Forschern noch nicht gänzlich bekannt.
Als die Sonne wieder in das Atelier schien, erlaubte Lea Lenhart den Besuchern noch einen Blick in das Allerheiligste: ihre Perlensammlung, untergebracht in riesigen Schubladen und nach Farben sortiert. Sie erklärte, wie ihre Objekte entstehen und wie viel Zeit und Geduld ihre Herstellung beansprucht. Interessant dabei: Die Künstlerin schuf alle Werke ohne Vorlage, sie schöpfte nur aus sich selbst heraus, und entdeckte erst später Ähnlichkeiten zwischen ihren Kunstwerken und den Lebewesen aus den Tiefen der Meere.
Die Kunstfreunde und Freunde des Aquazoos waren begeistert, unter den Gästen auch Zoodirektor Dr. Jochen Reiter zu begegnen, der nochmals bekräftigte, dass der Wiedereröffnungstermin, der 22. September 2017, einfach ein „Muss“ ist, und man bis dahin alle Kräfte noch einmal mobilisieren wolle. Auch der Vorstandsvorsitzende des Freundeskreises gab sich die Ehre: Michael Fischer schaute nebst Gattin vorbei und genoss die Ausstellung.
Es war uns eine Freude, einige Mitglieder des Freundeskreises sowie Leser und Follower des Blogs persönlich kennen zu lernen. Manche waren extra von weit her angereist. Dafür noch einmal herzlichen Dank. Bitte empfehlen Sie den Blog auch Ihren Freunden.

Dank auch an Martin Blum für die Fotos.

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