Die Kuhnasenrochen sind da!

Immer der Nase nach: Die Kuhnasenrochen (Rhinoptera) wurden heute in ihr Aquarium gesetzt. Nach kurzer Zeit schwammen die Tiere in Formation und zogen ruhig ihre Bahnen. Beim Schwimmen bewegen Kuhnasenrochen ihre langen Brustflossen ähnlich den Flügeln eines Vogels, wodurch sie den Eindruck vermitteln, durch das Wasser zu „fliegen“. Ihre breite Stirn erinnert an die Nase einer Kuh, daher auch der Name. Die eleganten Tiere werden je nach Art bis zu 2 Meter lang, sie sind tagaktiv und leben im Atlantik und Indopazifik in großen Schwärmen.
Schwärmen werden sicher auch die Besucher des Aquazoos – ab dem 22.09.2017.
Haben Sie sich schon Ihr Ticket für das Eröffnungswochenende gesichert? https://www.westticket.de/aquazoo-loebbecke-museum/

Hier noch ein Bericht über die Ankunft der Rochen von RTL West:
https://www.tvnow.de/rtl/rtl-west/sendung-vom-10-08-2017/player

Aquazoo Löbbecke-Museum – Eröffnung im Nordpark 1987

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Nein, Sie haben NICHT die Wiedereröffnung verpasst. Die ist am 22. September 2017. Mit diesem Foto machen wir eine kleine Zeitreise. Wir schreiben das Jahr 1987, den 10. Juli, heute vor 30 Jahren. Autos haben noch echte Stoßstangen und die Menschen tragen Schulterpolster. Das Aquazoo Löbbecke-Museum eröffnet in neuer Location im Nordpark. Doch wie kam es eigentlich dahin?
Im 19. Jahrhundert baute der Apotheker Theodor Löbbecke ein bedeutendes Privatmuseum der Naturkunde auf. Nach seinem Tod 1901 übergab seine Witwe die Sammlung der Stadt Düsseldorf. So entstand 1904 das Löbbecke-Museum, welches in der Reuterkaserne am Rheinufer untergebracht war. 1876 eröffnete dann der Düsseldorfer Zoo. Im Jahr 1930 zogen Löbbecke-Museum und Zoo unter ein Dach. Dann brach der Zweite Weltkrieg aus. Im Bombenhagel des Jahres 1944 wurden Zoo und Museum zerstört. Die gerettete Sammlung wurde 1947 provisorisch in einem Hochbunker gegenüber dem alten Zoogelände wiedereröffnet. 1948 wurde sie durch ein Aquarium erweitert und verband sich schließlich mit dem Löbbecke-Museum. 1987 folgte der Umzug in das Gebäude am Nordpark. Am 22. September öffnet der Aquazoo wieder seine Tore. Wir freuen uns auf ein großes Eröffnungsfest.


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Eine erste Unterbringung fand das städtische Löbbecke Museum in der Reuterkaserne am Rheinufer, nahe der Kunstakademie.
duesseldorf-zoologischer-gartenEhemaliger Zoo am Brehmplatz
duesseldorf-hochbunker-Insekten-ausstellung-1967Blick in die Insektenausstellung im Museumsbunker (1967)

Fischotter Nemo jetzt im Museum

Nemo und Dr. Gettmann

Nemo und Dr. Gettmann

Der wohl bekannteste Fischotter Deutschlands dürfte Nemo sein. Viele Freunde des Aquazoos haben das zahme Tier schon auf der Schulter getragen und sein dichtes Haarkleid gestreichelt – übrigens das dichteste im ganzen Tierreich. Nemo wurde von Dr. Wolfgang Gettmann, Direktor des Aquazoos a.D., aufgezogen und lebt bis heute in seinem Haus, wo er mit viel frischem Fisch gefüttert wird. Oft kommt der Fischotter in den Genuss, im Rhein zu schwimmen, denn Dr. Gettmann ist begeisterter Paddler. Nemo führt also ein glückliches Leben. Leider kann man das nicht über alle seine Artgenossen sagen. Denn der Mensch nahm dem Europäischen Fischotter (Lutra lutra) durch Flussregulierungen, Baumaßnahmen, Gewässerbelastung und übermäßige Bejagung lange Zeit den Lebensraum.
Die erste gute Nachricht: Im nördlichen Nordrhein-Westfalen haben die ersten Fischotter wieder Fuß gefasst, begünstigt durch Renaturierungen und Schutzmaßnahmen.
Die zweite gute Nachricht: Ab 30. Oktober 2015 bis 6. März 2016 widmet das Wilhelm-Fabry-Museum Hilden Nemo und seiner Verwandtschaft eine Ausstellung, die wir allen Freunden des Aquazoos empfehlen möchten. Sie erfahren Wissenswertes und Unterhaltsames über die Otterarten, ihre Anatomie, ihr Verhalten und wie Künstler sich ihnen genähert haben. Es werden u. a. gezeigt: eine Otterplastik von Josef Pallenberg, ein Riesenotterskelett (Leihgabe Zoo Dortmund), mehrere Otterarten als Dermoplastiken (Leihgaben Naturkundemuseum Münster), ein bisschen „Otterkitsch“ (s. Fotos) und natürlich fehlt auch ein echter Otterpelzmantel nicht in der Ausstellung. Dazu gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Wir sehen uns dann zur Eröffnung!

Eröffnung: Donnerstag, 29.10.2015, 20 Uhr
Ausstellung: 30. Oktober 2015 bis 6. März 2016
Wilhelm-Fabry-Museum, Benrather Straße 32a, 40721 Hilden, Tel. 0 21 03 -59 03
Eintritt: € 3,–, ermäßigt € 1,50
Informationen hier: Flyer Nemo und hier: http://www.wilhelm-fabry-museum.de/index.php/veranstaltungen02/event/104-der-otter-ist-ein-listig-und-bosshafftig-thier Riesenotter_Schaedelsalz_pfefferstreuer_otterotter_holzdose

Willkommen im Freundeskreis: Peter Schlaghecke, Vorstandsmitglied


Naturfreund und Südamerika-Fan Peter Schlaghecke engagiert sich für den Aquazoo.

Herr Schlaghecke, Sie sind seit Juni Mitglied im Vorstand des Freundeskreises Aquazoo. Sie mögen also Tiere?
O ja! Wir haben selbst Vögel zuhause, zwei Australische Königssittiche. Meine Frau und ich sind beide berufstätig, daher haben wir momentan keine weiteren Haustiere, das verschieben wir auf später, wenn wir mehr Zeit haben. Meine Tierliebe begann, als ich in der Grunerstraße aufwuchs – ganz in der Nähe des alten Aquazoo-Bunkers. Den Aquazoo habe ich sehr oft besucht und bin seither von Aquarien begeistert. Seit meiner Kindheit habe ich durch das Ferienhaus meiner Eltern eine Bindung in die Niederlande. Später habe ich 27 Jahre dort gelebt und zeitweise dort das Privatkunden-Geschäft der Deutschen Bank geleitet. Auf eigenen Wunsch bin ich danach wieder zurück nach Düsseldorf gekommen. In den Niederlanden habe ich ganz klein mit einem Aquarium angefangen und es dann immer weiter vergrößert, bis ich ein Südamerikabecken mit Schwarzwasser hatte. Darin lebten tropische Diskusfische. Sie sind flach, handtellergroß, bläulich gemasert und wunderschön. Sie brauchen aber viel Ruhe und sind recht empfindlich.

Waren Sie mal in den Tropen?
Ich war schon mal im Amazonas-Regenwald, in dem Naturschutzgebiet Cuyabeno in Ecuador, gefühlt so groß wie Nordrhein-Westfalen und mit nur sehr wenigen Besuchern pro Jahr. Dort hatte ich beim Schwimmen ein unvergessliches Erlebnis: ich habe die seltenen rosa Delfine gesehen.

Was motiviert Sie zu Ihrem ehrenamtlichen Engagement?
Es ist vor allem der Spaß am Aquazoo. Ich war auch früher schon ehrenamtlich tätig, aber eher im Sport. Natürlich engagiere ich mich auch innerhalb der Deutschen Bank, zum Beispiel im Rahmen von sogenannten Social Day‘s. Hier suchen wir uns immer ein Thema, Menschen zu helfen. Wir haben zum Beispiel ein Seniorenheim auf einen Ausflug begleitet und organisieren für krebskranke Kinder einen Spieletag im Freizeitpark Niederheid.

Welches Lieblingstier haben Sie im Aquazoo?
Ganz klar den Diskusfisch! Auch die beiden Panoramabecken mit Salzwasser- und Süßwassertieren faszinieren mich. Und alles was mit Südamerika zu tun hat.

Hatten Sie schon ein beeindruckendes Erlebnis mit Mensch oder Tier im Aquazoo?
Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei, das kommt sicher noch.

Dann empfehle ich Ihnen die Führung hinter den Kulissen!
Ja, ich weiß, dass es viele Möglichkeiten gibt. Geburtstage im Aquazoo werden angeboten und der Aquazoo geht ja auch außer Haus, mit „Natur zu Besuch“. Ein ähnliches Angebot eines holländischen Zoos haben wir früher schon genutzt. Ich weiß, was das bei Kindern bewegt, wenn sie mit der Natur in Berührung kommen.

Sie sind Bankkaufmann und leiten die Deutsche Bank an der Kö. Sie können also gut mit Geld umgehen?
Ich glaube ja, sonst kann man den Job wohl nicht machen. Seit 1980 habe ich den Job von der Pike auf gelernt, angefangen habe ich in Viersen.

Apropos Geld: Der Freundeskreis investiert eine große Summe in die Sanierung, was wird damit genau gemacht?
Wir beteiligen uns mit 1,8 Millionen Euro an der Sanierung. Dieser Betrag wird zum einen für die aufwendigere Gestaltung der großen Aquarien und Gehege (Haifischbecken und Pinguinanlage) und zum anderen wesentlich in die Präsentation gesteckt. Dadurch können wir ein wesentlich besseres Gesamtbild des Hauses erreichen.

Was lieben Sie an Ihrem Job am meisten?
Den Umgang mit Menschen. Im direkten Kundenkontakt und mit meinen Mitarbeitern. Viel Spaß macht es mir, mit den Mitarbeitern Projekte zu besprechen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und auch mal schwierige Situationen zu meistern. 35 Jahre Erfahrung helfen da. Ansonsten suche ich mir gerne die Nischen aus, wo nicht alles so geregelt ist und wo es etwas zu entwickeln gibt – da lebe ich auf.

Sie waren kürzlich vor Ort, wie sieht es derzeit am Aquazoo aus?
Ich war nicht drin – nur im Café am Park – ich kenne also nur die Fotos, die auf der Mitglieder-Jahresversammlung gezeigt wurden. Der Bau nimmt so langsam wieder Form an, jetzt, wo die ersten Bewohner zurückkommen. Beim Sommerfest am 11. September werden wir auf jeden Fall aktuelle Bilder aus dem Aquazoo zeigen!

Hätten Sie alles Geld der Welt: was würden Sie dem Aquazoo gerne spendieren?
Eine richtig große Tropenhalle mit Unterwassertunnel. Ich war kürzlich in Valencia im Oceanogràfic, das war wirklich beeindruckend. Auch der Burgers Zoo bei Arnheim ist toll mit seiner Wasserwelt. Leider würde eine Erweiterung des Aquazoos bestimmt im achtstelligen Bereich liegen. Das Geld hat derzeit leider weder die Stadt, noch der Freundeskreis. Nach der Eröffnung stehen sicher weitere Maßnahmen an; d. h. wir werden auch nach der Eröffnung überlegen, wie wir denn in einigen Jahren den nächsten Schritt zur Verbesserung unseres Hauses gestalten und finanzieren können.

Liegt Ihnen noch etwas am Herzen?
Eine Herausforderung ist Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung, insbesondere um unsere Jugend zu erreichen. Unsere Follower halten sich bisher noch in Grenzen – da muss mehr gemacht und mehr geworben werden.

Danke für das angenehme Gespräch.