Die gute Nachricht: Wieder mehr Fische in der Urdenbacher Kämpe.

30454954100_37fb2124d4_bSicher kennen Sie die wunderschöne Auenlandschaft der Urdenbacher Kämpe? In dem Altrhein-Arm siedeln sich wieder zunehmend Fische an: Barbe und Nase (ein Karpfenfisch), Schleie und Steinbeißer. Das Umweltamt wertete die Zahlen aus und prognostiziert eine positive Entwicklung des Fischbestands im Rhein. Dies berichtete die Rheinische Post.
Noch mehr gute Nachrichten? Auch der Maifisch kehrt in den Rhein zurück. Vor 150 Jahren noch kam er im Rhein massenhaft vor und war ein beliebter Speisefisch. Wir berichteten schon 2014 über das engagierte Maifisch-Wiederansiedelungs-Projekt und den Koordinator, Dr. Andreas Scharbert. Dieser lenkt seit 2007 vom Aquazoo aus den Wiederbesatz des Fisches. Mit großen Erfolgen, wie man hier noch mal nachlesen kann.

Große Erbsenmuschel und Gemeine Binsenjungfer

26210832366_044b2d4ed7_oWas haben die Große Erbsenmuschel, die Gemeine Binsenjungfer und der Stachelbeerspanner gemein? Sie sind Tiere des Jahres 2016 (Weichtier, Libelle und Schmetterling). Sie befinden sich in guter Gesellschaft mit dem Dunkelbraunem Kugelspringer, Insekt des Jahres, dem Stieglitz, Vogel des Jahres, und dem Hecht, Fisch des Jahres. Letzterer dient als Beispiel für viele Fischarten, die zur Fortpflanzung auf intakte Flussauen angewiesen sind. Nur wenn diese naturnahen Lebensräume erhalten bleiben, können die Bestände des Hechtes und anderer Fischarten in unseren Flüssen erhalten bleiben.
Wenn Sie im Bilde über alle Jahreswesen – auch Microbe oder Streuobstart – sein möchten, gibt der NABU Auskunft sowie weitere Links.

Foto Copyright: Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa): Loz (L. B. Tettenborn)

21-jähriger will die Ozeane vom Plastikmüll befreien

Es gibt auch gute Nachrichten. Schauen Sie sich diesen kurzen Film der Huffington Post an. Der 21-jährige Boyan Slat entwickelte eine Idee, die Ozeane innerhalb weniger Jahre vom Plastikmüll zu befreien und will damit eine ökologische Katastrophe verhindern.
Dazu Aquazoo-Direktor Dr. Jochen Reiter: „Das Unmögliche scheint also doch ab und zu greifbar, man muss es nur anpacken. Wenn sich seine Idee tatsächlich realisieren lässt und sie nachhaltig ist, entmüllt er die Ozeane beträchtlich. Dafür wird ihm die Tierwelt dankbar sein.“ 
Besonders die kleinen bereits zersetzten Plastikteile richten ungeheuren Schaden an, wenn sie verschluckt werden. Einstweilen empfehlen wir: verbrauchen Sie so wenig Plastik wie möglich! Ein Anfang ist gemacht, wenn wir Pfandflaschen nutzen und im Supermarkt auf die Plastiktüte verzichten.

Willkommen im Aquazoo: Direktor Dr. Jochen Reiter

25071578152_ddbafb409e_b
Herr Dr. Reiter, wie geht es Ihnen nach den ersten Tagen in Düsseldorf?
Ich bin dabei, mich einzugewöhnen. Ich fahre jeden Morgen aus Duisburg-Rumeln-Kaldenhausen zum Aquazoo/Löbbecke Museum. Um halb sieben bin ich auf die Strecke. Meist bin ich 40 Minuten über Bundesstraßen unterwegs, da mache ich mir die ersten Gedanken zum Tag. Am Institut arbeite ich dann mit einem wirklich hochmotivierten Team ist, das freut mich.

Erzählen Sie uns etwas über Ihre Familie?
Meine Familie und meine privates Umfeld geben mir Kraft für den Beruf. Meine „Work-Life-Balance“ ist mir wichtig. Unsere Zwillinge sind bald 5 Jahre alt, Mädchen und Junge. Zum Glück haben wir viel Unterstützung durch Verwandtschaft und Nachbarschaft. Wir bleiben auch in Duisburg wohnen, denn wir sind dort einfach angekommen. Meine Frau ist Tierärztin, wir haben uns im Opel-Zoo im Taunus kennengelernt. Ein herrlicher Zoo übrigens, weitläufig und der einzige Verbandszoo Deutschlands, der ohne finanzielle Unterstützung auskommen muss. Meine Frau Julia hatte den Zoo damals medizinisch mit betreut. Beim Abholen von Medikamenten habe ich Julia getroffen … und alles nahm schnell seinen Lauf. Wir gingen dann nach Duisburg. Nach dem Taunus war das erst mal ein kleiner landschaftlicher Kulturschock. Wer die Region erkundet, merkt aber, dass sie stellenweise total grün ist und man findet stille Orte.

Mit wieviel Jahren wollten Sie Zoodirektor werden?
Aus diesem Klischee schere ich aus – ich plante das nicht schon als Kind. Aber wir hatten seit meiner Einschulung unseren „Haustiger“, den Kater Felix. Der Name bedeutet ja „der Glückliche“, das war er auch, er wurde stolze 21 Jahre alt. Er ist als echtes Familienmitglied mit mir groß geworden und hat mich in meiner Tierliebe geprägt. Aktuell haben wir kein Haustier, wollen aber evt. einen Hund anschaffen. Mit einem Tier kann man Kindern gut den Respekt vor der Natur und vor den Lebewesen beibringen. Man ist oft draußen in der Natur, das fördert die Naturverbundenheit. In der Oberstufe kam bei mir der Wunsch auf, beruflich mit Tieren zu arbeiten. Während meines Studiums in Erlangen habe ich in der Verhaltensforschung gearbeitet und bedrohte Kängurus betreut – habe sie gefüttert, Workshops organisiert, Verantwortung übernommen. Der Nürnberger Tiergarten war ganz in der Nähe, dort habe ich zwischendurch als Hilfstierpfleger gearbeitet. Meine Diplomarbeit hatte das Sozialverhalten von Geparden zum Thema. Meine spätere Promotion führte mich dann auf die Philippinen. Forschungsthema: Nahrungsökologie von Flughunden. Prof. Curio von der Ruhruniversität Bochum hatte das Projekt ins Leben gerufen. Hier erwartete mich das komplette Potpourri von Auslandsarbeit! Ich blieb drei Jahre auf den Philippinen, habe sehr einfach gelebt, fernab der Zivilisation. Sieben Jahre später reiste ich mit meiner Frau dorthin. Sie konnte sich kaum vorstellen, wie ich in der völligen Abgeschiedenheit hatte leben und zurechtkommen können. Ich sage scherzhaft: Das war „Big Brother für Akademiker“, mit allen Ups and Downs. Ich weiß seitdem, auf welch hohem Niveau wir hier leben. Und auch, dass man seine westeuropäische Prägung nicht ganz ablegen kann.

Was fasziniert Sie an der Arbeit mit Tieren bis heute?
In den letzten Jahren war ich ja mehr Manager und habe weniger mit den Tieren gearbeitet. Ich habe natürlich eine große Bewunderung für die Natur und für die Tiere und staune angesichts der Formenvielfalt und Anpassungsfähigkeit. Es fasziniert mich, wenn neue Säugetiere entdeckt werden. Jedoch: Der Verlust der Biodiversität ist ein Riesenthema für uns alle. In 50 Jahren werden wir vielleicht die Hälfte der heute bekannten Arten verloren haben! Die schreckliche Abholzung im großen Stil auf Madagaskar und auf den Philippinen habe ich mit eigenen Augen gesehen. Viele Tiere ganz oben in den Baumkronen sterben. Viele davon kennen wir heute noch gar nicht, primär Insekten. Aber auch Säugetiere trifft es – dem Pelzhandel fallen nach wie vor viele Arten zum Opfer. Viele Menschen wissen gar nicht, wie schlecht es um die Amphibien in Deutschland und weltweit steht. Wir am Aquazoo arbeiten z. B. mit unserem Amphibienprojekt dagegen an. Der Mensch ist zwar intelligent, schützt aber leider seinen Planeten nicht. Ich denke, man kann nur schützen, was man kennt. Ein Zoo ist immer auch Stätte der Forschung. Ich komme aus einem Zoo mit Delphinhaltung, die oft kritisiert wird. Allerdings kann man im Zoo die Art kontrolliert erforschen und diese Erkenntnisse haben praktische Relevanz für den Arterhalt. Diese Tiere sind wichtige Botschafter für die Natur und den Artenschutz. Wir möchten die Öffentlichkeit bilden und sensibilisieren. Das ist die Haupt-Legitimation eines Zoos.

Haben Sie ein Lieblingstier?
Wenn ich überhaupt eine Präferenz äußern muss, dann sind es Katzen. Z. B. der Schneeleopard, weil er in seiner Anmut nicht zu übertreffen ist. Wie er sich anschleicht! Er hat seinen Charakter! Ich habe aber auch Sinn fürs Schräge: die Nacktmulle hätten Potenzial zum Lieblingstier. Ich finde, die sehen so skurril aus, dass sie schon wieder schön sind.

Sie kommen aus Bayern, waren dann im Taunus beschäftigt, danach neun Jahre in Duisburg. Reicht das, um ein echter Rheinländer zu werden?
Ich komme aus Landau an der Isar. Beim Studium in Erlangen war ich als Niederbayer sogar „Ausländer“ im eigenen Bundesland, auch wenn man jetzt tiefer in die bayerische Geschichte einsteigen müsste (lacht). Ich bin als Mensch unkompliziert, geradlinig, offen. Ob einer aus dem Pott oder aus Hessen kommt – ich freunde mich mit allen an. Verschiedene Menschenschläge kennenzulernen, macht offener und lockerer. Ich erwarte allerdings auch Offenheit von meinem Gegenüber: Wer nicht mit ehrlichen Karten spielt, den schätze ich nicht. Schön sind auch Dialekte. Im tiefsten Hessen fragte man mich mal beim Einkaufen: „Brauchn‘s an Tut?“. Ich habe echt nicht verstanden, dass man wissen wollte, ob ich eine Tüte bräuchte. Mein Dialekt ist mittlerweile nur noch leise zu hören, aber natürlich lege ich Wert drauf, dass man noch hört, woher ich komme.

Was ist der Unterschied zwischen einem Wissenschaftlichen Leiter und einem Zoodirektor?
Der Wissenschaftliche Leiter ist Rückgrat des Direktors. Als solcher habe ich mit meiner Mannschaft das Tagesgeschäft gemeistert, den Zoo vorangebracht. Die Arbeit war auch noch mehr am Tier. Aber durch verschärfte EU-Richtlinien und stetig gestiegene Haltungsanforderungen ist man schon ziemlich an den Bürostuhl gefesselt. Die kurative Arbeit mit den Tierpflegern hat darunter etwas gelitten. Jetzt habe ich große Verantwortung als Chef des Hauses und noch mehr Personalverantwortung als bisher. Ich will noch mehr Vorbild sein. Als Direktor habe ich auch viele repräsentative Aufgaben. Beim Aquazoo/Löbbecke Museum handelt es sich ja um einen Zoo UND ein Naturkundemuseum! Das finde ich wichtig hervorzustellen. Ich werde ein Leitbild ausgeben, in welche Richtung sich das Institut entwickeln soll. Dabei will ich meine Leute mitnehmen, sie sollen gerne zur Arbeit kommen, schließlich sind wir alle einen Großteil unseres Lebens hier.

Was ist derzeit die größte Herausforderung für die Mitarbeiter?
Das Durchhalten! Wir schaffen das gemeinsam, es dauert jetzt eben länger als gedacht. Wir werden unseren Optimismus behalten und motiviert auf der Zielgerade Richtung Neueröffnung gehen. Ich habe eine richtig tolle Mannschaft hier. Und die hat sicher in letzter Zeit viele „Schuppen“ gelassen. Die Tierpfleger sind aber alle zu Tausend Prozent bei ihren Tieren, die Fische sollen jetzt endlich sukzessive in ihre neue Aquarien. Wir reden allerdings von ca. 600.000 Litern Süßwasser und 500.000 Litern Meerwasser!

Der Aquazoo eröffnet im März 2017. Können Sie auf Details der Zoo-Gestaltung noch Einfluss nehmen?
Das Meiste ist auf der Zielgeraden und das ist auch gut so. Alles ist geplant, in Details kann ich mich aber sicher noch einbringen, z. B. in die Kulissengestaltung, beim letzten Schliff … das meiste betrifft sicherlich die vielfältigen organisatorischen Vorbereitungen bis zum großen Tag.

Auf welche neuen Tiere dürfen wir uns freuen?
Als einer der wenigen Zoos in Europa werden wir Papageitaucher haben. Dann gibt es einen Wechsel von den Eselspinguinen auf die Brillenpinguine und wir freuen uns auf die großen Rochen!

Derzeit versucht der Freundeskreis, über Patenschaften, Spenden und Mäzenatentum an mehr Unterstützung aus der Wirtschaft und von Privatpersonen zu gelangen. Haben Sie neue Konzepte zur Förderung des Zoos?
Ich bitte darum, mir erst mal die berühmten 100 Tage Einarbeitungszeit zu geben, da entwickeln sich dann sicher gute Ideen und die werden sich auch konkretisieren. Ein Stichwort kann ich schon geben: das Eventmanagement werde ich nicht außer Acht lassen. Wir müssen dabei mit der vorhandenen räumlichen Enge umgehen und spielen.

Hat der Aquazoo ein Alleinstellungsmerkmal?
Absolut: das Konzept von Zoo UND Naturkundemuseum ist europaweit einmalig. Lernen und Erleben in einem. Das Konzept von Prof. Zahn hat an Aktualität nicht verloren. Eine Besonderheit ist auch unser Amphibienprojekt und wir sind stolz auf unsere pädagogischen Konzepte. Da sind wir schon lange führend, aber es ist natürlich immer Luft nach oben. Schön ist übrigens auch, dass der Aquazoo viel kindgerechter werden wird. Wir achten auch mehr auf Barrierefreiheit. Vieles wird wirklich hochmodern, z. B. das Beleuchtungskonzept.

Wird der „neue“ Aquazoo  auch ein neues Logo erhalten?
Ja, das ist bereits in Auftrag gegeben.

Apropos Marketing: Braucht der Aquazoo wieder ein populäres Maskottchen wie Nemo?
Die Kombination Dr. Gettmann und Nemo ist absolut einmalig, beide habe ich vor meinem offiziellen Start privat kennengelernt. Es war ein tolles Treffen! Ich sehe mich aber nicht als jemanden, der kopiert. Das wäre auch nicht authentisch. Ich komme auf unser Alleinstellungsmerkmal zurück, der Charakter als Doppelinstitut. Das müssen wir zukünftig sicher deutlicher herausarbeiten. Und wer weiß, mit den Maskottchen verhält es sich oftmals wie mit der Liebe: sie kommt dann, wenn man nicht damit rechnet!

Wenn Sie sich etwas wünschen dürften: wo stünde der Aquazoo 2020?
Ich formuliere es mal so: Nicht nur auf diesem Platz. Wer weiß, vielleicht wird es einmal Außenanlagen geben? Anbauten wären schon toll. Stetige Erneuerungen sind auch in der Außenwahrnehmung wichtig. Und man soll ja nicht aufhören, Visionen zu haben.

Verraten Sie schon, was zur Eröffnung geplant ist?
Nein! Lassen Sie sich überraschen!

Herr Dr. Reiter, vielen Dank für das Gespräch.

Ein Doktor im Korallenriff-Aquarium

Zebrasoma_gemmatum_(Hausi) CC BY-SA 3.0
Bild-Quelle: Wikipedia CC BY-SA 3.0

Der Mauritius-Segelflossendoktor (Zebrasoma gemmatum) lebt in westlichen Bereichen des Indischen Ozeans in Tiefen von bis zu 60 Meter. Bald soll er auch im Aquazoo zu sehen sein! Das Korallenriff-Aquarium erhält aber vorher noch eine neue Beschichtung. Danach muss auch die neu angefertigte Halbrundscheibe eingesetzt und abgedichtet werden. 19.000 Liter Meerwasser stehen dem Segelflossendoktor dann zur Verfügung – allerdings wird er sie sich mit vielen anderen Doktorfischen und mit Korallen teilen. Mauritius-Segelflossendoktorfische ernähren sich von Algen, die sie in ihrem Territorium vom Untergrund abweiden. Wie alle Doktorfische tragen sie vor der Schwanzflosse herausklappbare, messerscharfe „Skalpelle“, mit denen sie sich bei Bedarf verteidigen können. Der Artzusatz gemmatum (= geschmückt) verweist wohl auf die besonders schöne Zeichnung des Tieres. Wir finden auch: der Segelflossendoktor ist ein echtes Schmuckstück und freuen uns auf den attraktiven Aquazoo-Bewohner mit Doktortitel.

Willkommen im Freundeskreis: Peter Schlaghecke, Vorstandsmitglied


Naturfreund und Südamerika-Fan Peter Schlaghecke engagiert sich für den Aquazoo.

Herr Schlaghecke, Sie sind seit Juni Mitglied im Vorstand des Freundeskreises Aquazoo. Sie mögen also Tiere?
O ja! Wir haben selbst Vögel zuhause, zwei Australische Königssittiche. Meine Frau und ich sind beide berufstätig, daher haben wir momentan keine weiteren Haustiere, das verschieben wir auf später, wenn wir mehr Zeit haben. Meine Tierliebe begann, als ich in der Grunerstraße aufwuchs – ganz in der Nähe des alten Aquazoo-Bunkers. Den Aquazoo habe ich sehr oft besucht und bin seither von Aquarien begeistert. Seit meiner Kindheit habe ich durch das Ferienhaus meiner Eltern eine Bindung in die Niederlande. Später habe ich 27 Jahre dort gelebt und zeitweise dort das Privatkunden-Geschäft der Deutschen Bank geleitet. Auf eigenen Wunsch bin ich danach wieder zurück nach Düsseldorf gekommen. In den Niederlanden habe ich ganz klein mit einem Aquarium angefangen und es dann immer weiter vergrößert, bis ich ein Südamerikabecken mit Schwarzwasser hatte. Darin lebten tropische Diskusfische. Sie sind flach, handtellergroß, bläulich gemasert und wunderschön. Sie brauchen aber viel Ruhe und sind recht empfindlich.

Waren Sie mal in den Tropen?
Ich war schon mal im Amazonas-Regenwald, in dem Naturschutzgebiet Cuyabeno in Ecuador, gefühlt so groß wie Nordrhein-Westfalen und mit nur sehr wenigen Besuchern pro Jahr. Dort hatte ich beim Schwimmen ein unvergessliches Erlebnis: ich habe die seltenen rosa Delfine gesehen.

Was motiviert Sie zu Ihrem ehrenamtlichen Engagement?
Es ist vor allem der Spaß am Aquazoo. Ich war auch früher schon ehrenamtlich tätig, aber eher im Sport. Natürlich engagiere ich mich auch innerhalb der Deutschen Bank, zum Beispiel im Rahmen von sogenannten Social Day‘s. Hier suchen wir uns immer ein Thema, Menschen zu helfen. Wir haben zum Beispiel ein Seniorenheim auf einen Ausflug begleitet und organisieren für krebskranke Kinder einen Spieletag im Freizeitpark Niederheid.

Welches Lieblingstier haben Sie im Aquazoo?
Ganz klar den Diskusfisch! Auch die beiden Panoramabecken mit Salzwasser- und Süßwassertieren faszinieren mich. Und alles was mit Südamerika zu tun hat.

Hatten Sie schon ein beeindruckendes Erlebnis mit Mensch oder Tier im Aquazoo?
Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei, das kommt sicher noch.

Dann empfehle ich Ihnen die Führung hinter den Kulissen!
Ja, ich weiß, dass es viele Möglichkeiten gibt. Geburtstage im Aquazoo werden angeboten und der Aquazoo geht ja auch außer Haus, mit „Natur zu Besuch“. Ein ähnliches Angebot eines holländischen Zoos haben wir früher schon genutzt. Ich weiß, was das bei Kindern bewegt, wenn sie mit der Natur in Berührung kommen.

Sie sind Bankkaufmann und leiten die Deutsche Bank an der Kö. Sie können also gut mit Geld umgehen?
Ich glaube ja, sonst kann man den Job wohl nicht machen. Seit 1980 habe ich den Job von der Pike auf gelernt, angefangen habe ich in Viersen.

Apropos Geld: Der Freundeskreis investiert eine große Summe in die Sanierung, was wird damit genau gemacht?
Wir beteiligen uns mit 1,8 Millionen Euro an der Sanierung. Dieser Betrag wird zum einen für die aufwendigere Gestaltung der großen Aquarien und Gehege (Haifischbecken und Pinguinanlage) und zum anderen wesentlich in die Präsentation gesteckt. Dadurch können wir ein wesentlich besseres Gesamtbild des Hauses erreichen.

Was lieben Sie an Ihrem Job am meisten?
Den Umgang mit Menschen. Im direkten Kundenkontakt und mit meinen Mitarbeitern. Viel Spaß macht es mir, mit den Mitarbeitern Projekte zu besprechen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und auch mal schwierige Situationen zu meistern. 35 Jahre Erfahrung helfen da. Ansonsten suche ich mir gerne die Nischen aus, wo nicht alles so geregelt ist und wo es etwas zu entwickeln gibt – da lebe ich auf.

Sie waren kürzlich vor Ort, wie sieht es derzeit am Aquazoo aus?
Ich war nicht drin – nur im Café am Park – ich kenne also nur die Fotos, die auf der Mitglieder-Jahresversammlung gezeigt wurden. Der Bau nimmt so langsam wieder Form an, jetzt, wo die ersten Bewohner zurückkommen. Beim Sommerfest am 11. September werden wir auf jeden Fall aktuelle Bilder aus dem Aquazoo zeigen!

Hätten Sie alles Geld der Welt: was würden Sie dem Aquazoo gerne spendieren?
Eine richtig große Tropenhalle mit Unterwassertunnel. Ich war kürzlich in Valencia im Oceanogràfic, das war wirklich beeindruckend. Auch der Burgers Zoo bei Arnheim ist toll mit seiner Wasserwelt. Leider würde eine Erweiterung des Aquazoos bestimmt im achtstelligen Bereich liegen. Das Geld hat derzeit leider weder die Stadt, noch der Freundeskreis. Nach der Eröffnung stehen sicher weitere Maßnahmen an; d. h. wir werden auch nach der Eröffnung überlegen, wie wir denn in einigen Jahren den nächsten Schritt zur Verbesserung unseres Hauses gestalten und finanzieren können.

Liegt Ihnen noch etwas am Herzen?
Eine Herausforderung ist Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung, insbesondere um unsere Jugend zu erreichen. Unsere Follower halten sich bisher noch in Grenzen – da muss mehr gemacht und mehr geworben werden.

Danke für das angenehme Gespräch.

 

Das Maritime Klassenzimmer des Aquazoos auf der BOOT 2015

Kleine Künstler am Werk: Kinder gestalten einen Fischschwarm im „Maritimen Klassenzimmer“ des Aquazoos auf der Messe BOOT 2015

Im Maritimen Klassenzimmer auf der Messe BOOT 2015 können Schülerinnen und Schüler in spannenden Veranstaltungen nun trockenen Fußes in tropische Korallenriffe „eintauchen“: Dabei können sie die Baumeister und Bewohner der Riffe genauer kennen lernen, echte Korallen und Gehäuse von verschiedenen Meeresbewohnern untersuchen und sogar lebende Meerestiere unter der Stereolupe beobachtet.
Aber auch für andere Messebesucher lohnt sich ein Besuch des Standes 14G35 mit dem Motto „Bunte Vielfalt im Korallenriff“ in Halle 14: Aus den Sammlungen des Aquazoo/Löbbecke-Museum sind Häutungen und Gehäuse besonders beeindruckender Riffbewohner zu bestaunen und zu erkunden, eine Diaschau und Filmaufnahmen von Tieren aus Korallenriffen entspannen und faszinieren, und man kann sich am Aufbau eines künstlichen Riffes aus Ton beteiligen. Für kleine Gäste gibt es auch Sand zum Buddeln – mit manch einem vergrabenen Schatz, außerdem Malaufträge, Spiele und Experimente.  Alles im Dienste der Meere, getreu den Motto: Nur was man kennt, wird man schützen. Das Maritime Klassenzimmer ist eine gemeinsame Aktion der BOOT und des Aquazoo/Löbbecke-Museum Düsseldorf. Die Messe dauert noch bis zum 25. Januar 2015. Kommen Sie uns doch mal besuchen! Kontakt: paedagogik.aquazoo@duesseldorf.de

Ein Korallenriff – von Kinderhänden liebevoll gefertigt, betreut von den Pädagogen des Aquazoos.

Spannend und anschaulich: das Leben unter Wasser. Präsentiert im Maritimen Klassenzimmer auf der BOOT 2015.