Hechte und Steinbeißer zurück im Rhein

Gute Nachrichten haben dieser Tage Seltenheitswert. Nicht so im Freundeskreis Aquazoo Blog, Quell der guten Laune und Hort der Freude über die Wunder der Flora und Fauna. So gibt es heute wieder Erfreuliches über die gelungene Renaturierung des Rheins zu berichten, zum Beispiel an der Urdenbacher Kämpe, einem beliebten Ziel für Flaneure und Naturliebhaber. Im dort wieder natürlich laufenden Flussbett siedeln sich zahlreiche seltene Vögel und Pflanzen an. Was man vom Land aus nicht sieht: Im Altrhein tummeln sich Fische, die dort sehr lange Zeit nicht gesichtet wurden. Zur Freude der Forscher und Biologen sind Hechte, SchleienKarauschen und Steinbeißer in den Rhein zurückgekehrt. Sie können diese Nachricht bei der Rheinischen Post vertiefen.  Ein schönes Mai-Wochenende in der Natur!

Oben: schöne Schleie, unten: toller Hecht, beide im Rhein gesichtet.

Ein toller Hecht!

25157246432_95691b85a6_hDer Hecht (Esox lucius) ist Fisch des Jahres 2016.

Hechte besiedeln stehende Gewässer – vom kleinen Tümpel bis zum großen See – aber auch Fließgewässer vom Oberlauf bis hinab in die küstennahe Brackwasserregion. Es sind standorttreue Raubfische, die in Ufernähe zwischen Wasserpflanzen regungslos auf Beute lauern. Blitzschnell können sie beschleunigen und ihre Beute mit den spitzen, nach hinten gebogenen Zähnen packen. Meist erbeuten sie Fische, Frösche, gelegentlich auch kleine Wasservögel und Säugetiere wie Bisamratten.

Die Durchschnittsgröße eines Hechtes liegt zwischen 50 und 100 Zentimetern. Weibliche Hechte können jedoch 1,30 Meter überschreiten und über 20 Kilogramm schwer werden. Zur Laichzeit im Frühjahr zieht der Hecht in krautreiche Flachwasserbereiche, wo die Eier an Wasserpflanzen angeheftet werden. Die für die Vermehrung notwendigen Flächen sind typischerweise im Frühjahr überschwemmte Wiesen der Flussauen, aber auch die Flachwasser- und Überschwemmungsbereiche unserer Seen. Durch Trockenlegung von Wiesen und das Ausbleiben von Frühjahrsüberschwemmungen infolge von Regulierungsmaßnahmen sind geeignete Laichplätze jedoch selten geworden.

In der Roten Liste wird der Hecht als „ungefährdet“ eingestuft – der langfristige Bestandstrend zeigt jedoch einen mäßigen Rückgang der Bestände. Vorrangiges Ziel ist es daher, die Gewässer und ihre Auen auch für den Hecht wieder in einen naturnahen Zustand zu bringen. Intakte Flussauen brauchen eine natürliche Überschwemmungsdynamik. Wo es möglich ist, müssen ehemalige Auen wieder zurückgewonnen werden. Dies ist übrigens gleichzeitig ein Beitrag zum Hochwasserschutz.

Liebe Leser, an dieser Stelle noch mal DANKE, dass Sie sich für die Natur und die Tierwelt interessieren. Helfen Sie bitte mit, unsere Umwelt zu schützen.

Quelle: www.dafv.de/ – Foto: Aquazoo