Gefiederte Schönheiten: Xenia Korallen


Xenia Korallen gehören der Klasse der Blumentiere an, was ja allein schon irgendwie verwunschen klingt. Sie bestehen aus vielen Einzelpolypen mit jeweils acht gefiederten Tentakeln. Diese Tentakeln machen rhythmische Pumpbewegungen, die nicht nur wunderschön aussehen, sondern auch nützlich für die Tiere sind: Zum einen bezieht die Xenia auf diese Art Nährstoffe und Sauerstoff über Algen (Zooxanthellen), mit denen sie symbiotisch zusammenlebt. Zum anderen hält das Weichtier durch die Bewegungen Sauerstoff-Radikale fern, die im Zuge der Algen-Photosythese entstehen und die für den Stoffwechsel der Koralle schädlich wären.
Ob mit diesem Wissen oder ohne: Wir Menschen schauen fasziniert in das Aquarium und staunen einmal mehr über die vielfältigen Formen der Natur. Bald wieder im Aquazoo Löbbecke Museum!

Wasser marsch!

Haibecken-Aquazoo-DuesseldorfDie meisten Terrarien des Aquazoos sind nun komplett eingerichtet und die Bewohner tummeln sich wieder darin. Anders die Meerwasseraquarien: Wegen der komplizierten Wasseraufbereitung und der aufwändigen Tiertransporte dauert es noch eine Weile, bis alle Anlagen in Betrieb und mit Tieren besetzt sind. Je nach Haltungsanspruch der Fische oder Korallen muss deren Aquarium mindestens 4 Wochen einlaufen, bevor es besetzt werden kann. Wie geschieht das? Zunächst wird nur Wasser eingefüllt, gegebenenfalls gemeinsam mit den ersten Einrichtungsgegenständen – Wurzeln, Gestein und Bodengrund. Einige Aquarien werden zudem regelrecht angeimpft, sodass sich die richtigen Mikroorganismen und Algen ansiedeln, die die Wasserqualität ausmachen. Dieser Prozess kann bei großen oder anspruchsvollen Aquarien mehr als 6 Wochen dauern. Erst wenn die chemischen und biologischen Voraussetzungen stimmen, können empfindliche Korallen, Barsche, Anemonen, Seeigel und Zylinderrosen einziehen. Wir sagen schon mal: herzlich willkommen.

Das Bild zeigt übrigens einen Ausschnitt aus dem Haibecken.

Seepferdchen und Co. zurück in den Zoo

aquazoo-duesseldorf-seepferdchenIm Düsseldorfer Meerwasser tut sich was. Genauer gesagt, im Aquazoo Löbbecke-Museum. Denn nun ziehen endlich lang vermisste Tiere in ihre frisch gesäuberten und neu eingerichteten Meerwasser-Aquarien ein. Mit dabei und von Museumsdirektor Dr. Jochen Reiter heute für Sie fotografiert: das Langschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus guttulatus), die Blasenkoralle (Plerogyra) mit einigen Banggai-Kardinalbarschen (Pterapogon kauderni) und dem Roten Diadem-Seeigel (Astropyga radiata) sowie die Zylinderrose (Ceriantharia).
Es gibt dabei allerdings auch Herausforderungen zu meistern: Das exakte Mischungsverhältnis des Meerwassers ist äußerst wichtig für die Gesundheit der Tiere. Auch unerwünschtes Algenwachstum muss dringend verhindert werden. Die Lösung: algenfressende Fische und Krebse verrichten diese Arbeit und unterstützen so die Biologen und Tierpfleger am Aquazoo. In der Natur hat eben jeder seinen Platz.
Davon konnten sich heute auch Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und die Vertreter der Presse überzeugen. Bei einem Rundgang durch den Aquazoo gab es viele Einblicke, auch in den neuen Besucherbereich. Leider gibt es von diesem noch kein Foto, was unsere Neugier natürlich anstachelt. Lesen Sie auch die Pressemeldung der Stadt Düsseldorf.
aquazoo-diadem-seeigel-kardinalbarsch-blasenkoralleaquazoo_duesseldorf_zylinderrose-