Spieglein, Spieglein an der Wand …

… wer macht die schönsten Selfies im Land? Wir finden, Dr. Jochen Reiter, Direktor des Aquazoo Löbbecke Museum. Doch wieso sieht der Chef so verzerrt aus? Das Rätsel wird am 22. September beim Rundgang durch die Ausstellung aufgelöst. Nur so viel sei verraten: es geht um Meerwasser, Süßwasser und um osmotische Verhältnisse.

Wasser marsch!

Haibecken-Aquazoo-DuesseldorfDie meisten Terrarien des Aquazoos sind nun komplett eingerichtet und die Bewohner tummeln sich wieder darin. Anders die Meerwasseraquarien: Wegen der komplizierten Wasseraufbereitung und der aufwändigen Tiertransporte dauert es noch eine Weile, bis alle Anlagen in Betrieb und mit Tieren besetzt sind. Je nach Haltungsanspruch der Fische oder Korallen muss deren Aquarium mindestens 4 Wochen einlaufen, bevor es besetzt werden kann. Wie geschieht das? Zunächst wird nur Wasser eingefüllt, gegebenenfalls gemeinsam mit den ersten Einrichtungsgegenständen – Wurzeln, Gestein und Bodengrund. Einige Aquarien werden zudem regelrecht angeimpft, sodass sich die richtigen Mikroorganismen und Algen ansiedeln, die die Wasserqualität ausmachen. Dieser Prozess kann bei großen oder anspruchsvollen Aquarien mehr als 6 Wochen dauern. Erst wenn die chemischen und biologischen Voraussetzungen stimmen, können empfindliche Korallen, Barsche, Anemonen, Seeigel und Zylinderrosen einziehen. Wir sagen schon mal: herzlich willkommen.

Das Bild zeigt übrigens einen Ausschnitt aus dem Haibecken.

Seepferdchen und Co. zurück in den Zoo

aquazoo-duesseldorf-seepferdchenIm Düsseldorfer Meerwasser tut sich was. Genauer gesagt, im Aquazoo Löbbecke-Museum. Denn nun ziehen endlich lang vermisste Tiere in ihre frisch gesäuberten und neu eingerichteten Meerwasser-Aquarien ein. Mit dabei und von Museumsdirektor Dr. Jochen Reiter heute für Sie fotografiert: das Langschnäuzige Seepferdchen (Hippocampus guttulatus), die Blasenkoralle (Plerogyra) mit einigen Banggai-Kardinalbarschen (Pterapogon kauderni) und dem Roten Diadem-Seeigel (Astropyga radiata) sowie die Zylinderrose (Ceriantharia).
Es gibt dabei allerdings auch Herausforderungen zu meistern: Das exakte Mischungsverhältnis des Meerwassers ist äußerst wichtig für die Gesundheit der Tiere. Auch unerwünschtes Algenwachstum muss dringend verhindert werden. Die Lösung: algenfressende Fische und Krebse verrichten diese Arbeit und unterstützen so die Biologen und Tierpfleger am Aquazoo. In der Natur hat eben jeder seinen Platz.
Davon konnten sich heute auch Kulturdezernent Hans-Georg Lohe und die Vertreter der Presse überzeugen. Bei einem Rundgang durch den Aquazoo gab es viele Einblicke, auch in den neuen Besucherbereich. Leider gibt es von diesem noch kein Foto, was unsere Neugier natürlich anstachelt. Lesen Sie auch die Pressemeldung der Stadt Düsseldorf.
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Afrikanische Botschafter: die Brillenpinguine kommen

Afrikanische Pinguine (Speniscus demersus), auch Brillenpinguine genannt, werden ab dem nächstem Jahr auch im Aquazoo Löbbecke Museum zu sehen sein. In der neuen Anlage erwartet sie eine typisch südafrikanische Küstenlandschaft aus Kunstfelsen. Denn Afrikanische Pinguine leben beidseitig des Kaps an den Küsten Südafrikas, den Küsten Namibias und den dortigen Inseln.
In der Natur gelten Afrikanische Pinguine als bedroht. Es gibt noch maximal 80.000 Tiere. Größte Bedrohung für die Pinguine ist der Verlust des Lebensraums und die Verschmutzung der Küsten und Meere. Insbesondere zunehmender Plastikmüll im Meer und Ölkatastrophen sind ein großes Problem für das Ökosystem, in dem die Brillenpinguine leben. Mit der kommerziellen Fischerei haben die Tiere zudem einen starken Konkurrenten um ihre Nahrung. Da die Tiere sich an den Küsten und Sandstränden aufhalten, wurden sie in der Vergangenheit häufig auch vom Menschen gestört. Mittlerweise sind jedoch alle Küstenabschnitte, an denen Brillenpinguine brüten, unter Schutz gestellt. Hier sind besonders der Abbau von Guano und das Absammeln der Eier streng verboten.
Den Tieren soll es im Aquazoo richtig gut gehen – es stehen ihnen dann 165.000 Liter Meerwasser mit einer Tauchtiefe von etwa 4 Meter zur Verfügung. Da antarktische Bedingungen nicht erforderlich sind, ist ihre Haltung in unseren Breitengeraden auch „outdoor“ möglich. Damit die Tiere sich zurückziehen können und die Brut dieser Pinguinart im Aquazoo gelingen kann, sind auch pinguingerechte Höhlen und Unterstände im Kunstfelsen vorgesehen.
Da waren die zuvor gehaltenen Eselpinguine (Pygoscelis papua) schon anspruchsvoller: für sie war die Kühlung von Luft und Wasser, die Filterung der Raumluft und eine feste Überdachung notwendig.
Wir freuen uns auf 2016 und auf die neuen afrikanischen Botschafter im Frack!
Schicht für Schicht: die Felslandschaft für die Afrikanischen Pinguine entsteht.

Haie im Exil

Nacheinander werden die Haie in ein Ringnetz geleitet, wo sie vorsichtig in eine Hebevorrichtung umgebettet werden.

Im Aquazoo schwimmen sie in 245.000 Liter Meerwasser hinter dickem Panzerglas – doch die meisten Menschen nähern sich ihnen mit Respekt. Haie gelten als gefährlich, obwohl sie grundsätzlich vorsichtig sind und Menschen eher aus dem Weg schwimmen. Die 3 Schwarzspitzen-Riffhaie und 2 Weißspitzen-Riffhaie des Düsseldorfer Aquazoos müssen nun ihren gewohnten Lebensraum verlassen, denn auch dieser wird im Zuge der Sanierungen erneuert. Beide Hai-Arten finden nun eine neue Heimat im Exil: die Schwarzspitzen-Riffhaie im Burgers Zoo Arnhem/Niederlande, die Weißspitzen-Riffhaie im Sea Life Abenteuer Park Oberhausen. Doch wie funktioniert so ein Hai-Umzug?
Aquazoo Düsseldorf, 10 Uhr: Ankunft einer professionellen Fisch-Transportfirma. Weiterlesen