Große Freude: Nachzucht bei den Krustenechsen!

junge_krustenechse_im_aquazoo_geschluepft

Dürfen wir vorstellen: diese Krustenechse ist die jüngste Bewohnerin des Aquazoos.

Unser Krustenechsenpärchen ist nun acht Jahre alt und gerade Eltern geworden. Im zarten Alter von vier Monaten kamen die beiden vom Zoo Amsterdam nach Düsseldorf. Die Geschlechtsreife erreichen Krustenechsen mit etwa 2,5 Jahren. Die Weibchen graben eine Kuhle, in die sie zwei bis 22 Eier ablegen. Nach 154 bis 226 Tagen schlüpfen die jungen Krustenechsen. So auch, völlig unerwartet, am Karnevalswochenende im Aquazoo. Bei der morgendlichen Zählung war es plötzlich eine Krustenechse mehr. Aufgrund der dämmerungs- und nachtaktiven Lebensweise der Krustenechsen war die Eiablage nicht aufgefallen. Umso überraschter war das Team, dass im Terrarium sowohl die Inkubation, als auch der Schlupf geklappt haben. Das Jungtier ist 20 cm lang und hat bereits seine erste Mahlzeit zu sich genommen. Krustenechsen fressen kleine Säugetiere, Vögel, Reptilien sowie Wirbellose und manchmal sogar Früchte.
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Jetzt abstimmen für das Amphibienprojekt des Aquazoos!

Hübsch anzusehen aber sehr gefährdet: der Harlekinfrosch (Atelopus).

Geschätzte Leser! Am 13.02.15 berichteten wir hier zum ersten Mal über „Quaken für das Klima“, das engagierte Aquazoo-Amphibienprojekt. Das als „ UN-Dekade Projekt“ ausgezeichnete Zucht- und Schutzprogramm für bedrohte Amphibien wurde nun zum „UN-Dekade-Projekt des Monats“ nominiert. Das freut uns sehr! Denn es motiviert uns, der größten Aussterbewelle seit Menschengedenken – verursacht durch Lebensraumzerstörung, Klimawandel und Umweltverschmutzung – etwas entgegen zu setzen: unsere unermüdliche Arbeit für den Natur- und Artenschutz.
Wir brauchen jedoch viele Stimmen, die für uns und unser Projekt voten. Wir brauchen SIE! Bitte stimmen Sie jetzt ab für Ihren Aquazoo! Bis Ende April und unter diesem Link: http://www.un-dekade-biologische-vielfalt.de/2215.html. Dort gibt es auch noch mehr Informationen zum Projekt. Wenn viele Aquazoo-Freunde mitmachen und wir gewählt werden, haben wir die Chance, Jahresprojekt der UN-Dekade „Biologische Vielfalt“ zu werden. Teilen Sie den Artikel auch auf den sozialen Netzwerken!
Herzlichen Dank für Ihr Interesse am Aquazoo und für Ihre Stimme.

Ein farbenfrohes Erscheinungsbild schützt leider nicht vor Ausrottung.

 

Vietnamesischer Moosfrosch – skurriler Tarnkünstler

Ist im Moos was los? Der Vietnamesische Moosfrosch versteht sich auf perfekte Tarnung.

Er ist gleichermaßen skurril wie attraktiv: der Vietnamesische Moosfrosch (Theldoerma corticale) ist durch seine warzige Oberfläche und die Farbgebung in diversen Grün-, Braun- und Violetttönen immer perfekt getarnt. Im Moospolster der Vietnamesischen Regenwälder fällt der bis zu 6 cm große Frosch daher selbst dem geübten Auge kaum auf. Moosfrösche werden mit etwa einem Jahr geschlechtsreif. Sie können sich bei guten Umweltbedingungen ganzjährig fortpflanzen. Übrigens koordiniert der Aquazoo ein Nachzuchtprojekt im Rahmen der Amphibienarche als Projekt des VdZ (Verband der zoologischen Gärten). Im den Aquazoo-Terrarien sind die Tiere trotz ihrer ausgeklügelten Tarnung leichter zu finden, da sie sich tagsüber meist auf ihren Lieblingsplätzen aufhalten.
Bis zum Wiedersehen mit diesen und anderen Amphibien brauchen wir Tierfreunde allerdings bekanntermaßen noch etwas Geduld. Bleiben Sie uns also als Blog-Leser gewogen und empfehlen Sie uns gerne weiter.
Wir wünschen allen Lesern und Freunden des Aquazoo/Löbbecke-Museums schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2015 – mit viel Freude an der faszinierenden Tierwelt!

Seepferdchen, Fabelwesen des Meeres

Das Seepferchen (Hippocampus) – so schön und so gefährdet

Seepferdchen sind sehr ungewöhnliche Knochenfische. Ihr Kopf erinnert an ein edles Ross. Statt einer Schwanzflosse besitzen sie einen affenähnlichen Greifschwanz. Dazu haben sie noch einen känguruartigen Beutel. Verwandt sind sie mit den Seenadeln. Ein wenig wirken sie wie wundersame Wesen, nicht von dieser Welt. Der Mensch dichtete ihnen daher schon immer besondere Heilkräfte an. In der griechischen Mythologie waren Seepferdchen die Nachfahren jener Rösser, die Poseidons Streitwagen zogen. Auch der wissenschaftliche Name Hippocampus spiegelt ihr eigenartiges Aussehen wider, denn er bedeutet Pferderaupe.
Nicht nur ihre Erscheinung, auch die Fortpflanzung dieser kleinen Fische ist einzigartig: Weiterlesen