Piranha – Nützling mit schlechtem Ruf

Achtung, ausschwärmen: die Gesundheits-Polizei der Tropen – der Piranha (Pygocentrus nattereri).

Piranhas leben im tropischen Süßwasser Südamerikas und fressen mit Vorliebe Kadaver. Sie sind somit eine Art „Gesundheits-Polizei“ des Gewässers und zweckmäßigerweise selbst sehr resistent gegenüber vielen Krankheiten. Auch Wunden heilen bei den Tieren schnell ab – sogar angebissene Flossen können innerhalb kurzer Zeit wieder nachwachsen. Das ist durchaus wichtig, denn kranke und verletzte Artgenossen können auch als Nahrung betrachtet werden. Im Volksmund werden Piranhas daher auch „Carabito“ genannt, „kleiner Kannibale“. Piranhas sind Schwarmfische. Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 15 Jahre. Allerdings können im Aquarium gehaltene Piranhas sogar über 30 Jahre alt werden.

Der Schädel eines Piranhas.

Wohnzimmers Liebling: Roter Neon

Leuchtet so schön im heimischen Aquarium: der Rote Neon

Orinoco, Rio Negro, Rheinland. Die Heimat des Roten Neon ist Venezuela, Brasilien oder Kolumbien – und auch das ein oder andere Düsseldorfer Aquarium. Denn der Rote Neon ist einer der beliebtesten und häufigsten Aquarienfische weltweit. Da er ein Schwarmfisch ist, sollten mindestens 6 Tiere im Aquarium gemeinsam gehalten werden. Der schwimmfreudige Fisch freut sich über eine üppige Beckenbepflanzung, mit genügend Bewegungsfreiraum. Da die Nachzucht sehr schwierig ist, gelangen meist nur Wildfänge in den Handel. Bemerkenswert ist die schnelle Entwicklung der Fischembryonen: Bereits 24–30 Stunden nach dem Ablaichen schlüpfen die Fischlarven aus den Eiern. Obwohl sie sehr klein sind, können die Tiere ein Alter von bis zu 10 Jahren erreichen.
Wiss. Name: Paracheirodon axelrodi
Heimat: tropisches Südamerika
Habitat: beschattete Ufer