Des Rätsels Lösung

papageitaucher_aquazoo-duesseldorfBei den Bällen handelt es sich um einen Strömungstest, der zeigt, wie die Strömungspumpen des Papageitaucher-Becken am besten ausgerichtet werden. Substanzen, die man darin nicht haben will (Kot der Tiere oder Futterreste) werden dann sicher über die so genannten Skimmer, Sauger an der Wasseroberfläche, abtransportiert. Schließlich sollen sich die Tiere des Aquazoo Löbbecke Museum wohlfühlen und gesund bleiben – und sich ab dem 22. September in Topform präsentieren.
Für Leser, die Fakten und Details schätzen: Das Wasserbecken beinhaltet 50.000 l Süßwasser, besitzt eine Fläche von 21,5 qm und ist ca. 1,80 m tief. Die Düsen für die Frischwasserzufuhr befinden sich in den beiden hinteren Ecken des Wasserbeckens. In der Felskulisse ist ein durchgehender Skimmer installiert. Die Strömung wird durch zwei leistungsstarke Pumpen derartig geleitet, dass das gesamte Oberflächenwasser in diesen Skimmer strömt und sich kein Film auf der Oberfläche bilden kann. Zusätzlich befindet sich unterhalb der drei Scheiben ein Strömungssystem, welches das Wasser vor der Scheibe zur Oberfläche und von dort zum Skimmer führt. Ein Anhaften eines Schmutzfilms wird so vermieden, außerdem wird die Zufuhr des Oberflächenwassers zum Skimmer optimiert. Das Wasser kann bis auf 5° Celsius gekühlt werden.
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Des Rätsels Lösung

Wir geben zu: Dieses Rätsel war ziemlich kniffelig und anspruchsvoll. Bei unserem Bild handelt es sich um das feingliedrige Skelett eines Süßwasser-Bewohners, heimisch ist er in Südamerika. Der Fisch sucht im Fluss-Sediment nach Nahrung, er bevorzugt Würmer, Kleinkrebse und Schnecken. Seine Haut ist übersät mit einem zarten, geometrischen Muster, welches an Augen erinnert. Zum Schutz vor Feinden gräbt er sich in den schlammigen Grund des Flusses ein, so dass nur noch seine Augen und Atemöffnungen zu sehen sind. Tritt versehentlich ein Mensch auf das flache und nahezu unsichtbare Tier, kann es zu einem gefährlichen Stich mit dem Stachel kommen. Kleine Kinder können an den Folgen dieses Stiches sogar sterben.
Die Lösung: Es ist ein Rochen – genauer: ein Augenfleck-Süßwasserrochen (Potamotrygon motoro).

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Heute ein Rätsel: Was ist das?

raetsel-aquazoo-duesseldorfZiemlich merkwürdig – was könnte das nur sein? Moderne Kunst? Eine Gardine im Wind? Star Wars Episode I – Die dunkle Bedrohung? Alle (Hobby-)Biologen, Tierkenner, Naturliebhaber und Aquazoo-Fans können jetzt mitraten und ihre Kommentare abgeben: Kleiner Tipp: Es handelt sich um einen grabefreudigen und wehrhaften Süßwasser-Typen. Aufgelöst wird das Rätsel nächste Woche.

Spieglein, Spieglein an der Wand …

… wer macht die schönsten Selfies im Land? Wir finden, Dr. Jochen Reiter, Direktor des Aquazoo Löbbecke Museum. Doch wieso sieht der Chef so verzerrt aus? Das Rätsel wird am 22. September beim Rundgang durch die Ausstellung aufgelöst. Nur so viel sei verraten: es geht um Meerwasser, Süßwasser und um osmotische Verhältnisse.

Piranha – Nützling mit schlechtem Ruf

Achtung, ausschwärmen: die Gesundheits-Polizei der Tropen – der Piranha (Pygocentrus nattereri).

Piranhas leben im tropischen Süßwasser Südamerikas und fressen mit Vorliebe Kadaver. Sie sind somit eine Art „Gesundheits-Polizei“ des Gewässers und zweckmäßigerweise selbst sehr resistent gegenüber vielen Krankheiten. Auch Wunden heilen bei den Tieren schnell ab – sogar angebissene Flossen können innerhalb kurzer Zeit wieder nachwachsen. Das ist durchaus wichtig, denn kranke und verletzte Artgenossen können auch als Nahrung betrachtet werden. Im Volksmund werden Piranhas daher auch „Carabito“ genannt, „kleiner Kannibale“. Piranhas sind Schwarmfische. Ihre Lebenserwartung beträgt etwa 15 Jahre. Allerdings können im Aquarium gehaltene Piranhas sogar über 30 Jahre alt werden.

Der Schädel eines Piranhas.

Robbe im Medienhafen – Kuratorin im Außeneinsatz

Robbe voraus! Ungewöhnlicher Besuch im Düsseldorfer Medienhafen.

Entspannt lässt sich die Robbe die Sonne auf den Bauch scheinen.

Marion Wille, Kuratorin des Aquazoo/Löbbecke-Museum, wurde am 3. Oktober von der Polizei befragt: „Was tun mit einer Robbe im Düsseldorfer Medienhafen?“ Ihre Antwort: „Gar nichts, solange es dem Tier gut geht.“ Um das abschätzen zu können, ging es auf Außeneinsatz in den Hafen. Der Seehund befand sich in der Mitte des Hafenbeckens, wo er alle 5 Minuten zum Luftholen auftauchte und einen recht entspannten Eindruck machte. Nach einiger Zeit legte er sich sogar zum Sonnen auf die Steine der westlichen Uferbefestigung und beobachtete aufmerksam seine Umgebung. Schließlich fühlte er sich wohl durch die Schaulustigen gestört und schwamm wieder in Richtung Rhein davon. Als ausgesprochener Nahrungsopportunist findet der Seehund im Rhein genug Krebse und Fische zum Überleben und auch das Süßwasser verträgt er ohne Probleme. Wer sich eingehender über dieses einheimische Säugetier informieren möchte, wird hier fündig.