Suchbild mit Butt

Meister der Tarnung – in diesem Bild haben wir einen Plattfisch versteckt. Quelle: Wikipedia (Min’s, CC BY-SA 3.0)

Plattfische faszinieren uns, denn sie sind Meister der Tarnung. Meist liegen sie ganz flach auf dem Meeresgrund, wie dieser Weitaugenbutt (Bothus podas). Erstaunlich ist seine Fähigkeit zur Farbanpassung, die ihn nahezu unsichtbar macht. Denn oft bedecken sich Plattfische zusätzlich mit Sediment und verschmelzen so förmlich mit der Umgebung. Damit sie dennoch den Überblick behalten, stehen die Augen vom Körper ab. Da Plattfische auf einer Körperseite liegen, müsste eigentlich ein Auge im Sediment verschwinden. Es gehört jedoch zu den kuriosen Geschichten der Natur, dass bei Plattfischen ein Auge im Laufe der Entwicklung auf die oben liegende Körperseite wandert. Beim Weitaugenbutt stehen die Augen ungewöhnlich weit auseinander, was ihm seinen Namen beschert hat. Er gehört mit max. 45 cm Körperlänge zu den kleineren Plattfischen. Als die Bestände in den Meeren noch nicht so stark befischt wurden, gab es verwandte Heilbutte mit einer Länge von bis zu drei Meter und 400 kg! Weitaugenbutte leben übrigens im Mittelmeer und angrenzenden Atlantik – und bald auch im Aquazoo/Löbbecke Museum.

Auge in Auge: zwei Plattfische. Quelle: Wikipedia (Marrabbio2, CC BY-SA 3.0)

Vietnamesischer Moosfrosch – skurriler Tarnkünstler

Ist im Moos was los? Der Vietnamesische Moosfrosch versteht sich auf perfekte Tarnung.

Er ist gleichermaßen skurril wie attraktiv: der Vietnamesische Moosfrosch (Theldoerma corticale) ist durch seine warzige Oberfläche und die Farbgebung in diversen Grün-, Braun- und Violetttönen immer perfekt getarnt. Im Moospolster der Vietnamesischen Regenwälder fällt der bis zu 6 cm große Frosch daher selbst dem geübten Auge kaum auf. Moosfrösche werden mit etwa einem Jahr geschlechtsreif. Sie können sich bei guten Umweltbedingungen ganzjährig fortpflanzen. Übrigens koordiniert der Aquazoo ein Nachzuchtprojekt im Rahmen der Amphibienarche als Projekt des VdZ (Verband der zoologischen Gärten). Im den Aquazoo-Terrarien sind die Tiere trotz ihrer ausgeklügelten Tarnung leichter zu finden, da sie sich tagsüber meist auf ihren Lieblingsplätzen aufhalten.
Bis zum Wiedersehen mit diesen und anderen Amphibien brauchen wir Tierfreunde allerdings bekanntermaßen noch etwas Geduld. Bleiben Sie uns also als Blog-Leser gewogen und empfehlen Sie uns gerne weiter.
Wir wünschen allen Lesern und Freunden des Aquazoo/Löbbecke-Museums schöne Weihnachten und ein gutes neues Jahr 2015 – mit viel Freude an der faszinierenden Tierwelt!