Singvögel suchen ein Zuhause! Jetzt!

nistkastenSie werden es sicher schon gehört haben: es wird weniger gezwitschert, seltener tiriliert, kaum noch gekeckert und gesungen. Der Naturschutzbund initiierte jüngst die Zählung heimischer Singvögel. Das Ergebnis: der Bestand hat massiv abgenommen! Man zählte z. B. 31 Prozent weniger Kohlmeisen und 44 Prozent weniger Blaumeisen. Singvögel sind jedoch ein wesentlicher Bestandteil unseres Ökosystems und sichern somit auch die Lebensqualität in Düsseldorf und anderswo.

Was können wir also tun? Eine Möglichkeit: Wir alle installieren geeignete Nistkästen für Singvögel und für nützlichen Insekten. Diese Kästen sind überlebenswichtig für eine erfolgreiche Brut und Aufzucht. Zu der Aktion ruft neben dem Aquazoo auch die AGD – Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine auf. Sie können sie wie folgt unterstützen:

• Motivieren Sie Ihre Freunde, Nistkästen zu bauen oder zu kaufen und in den Gärten aufzuhängen und diese nach den Vorgaben des Naturschutzes zu pflegen

• Sprechen Sie mit den Kindergärten, Schulen und Vereinen in Ihrem Umfeld, initiieren Sie dort Bastelgruppen zum Bau von Nisthilfen. Bastelanleitungen finden Sie z. B. hier

• Unterstützen Sie diese Bastelgruppen, wenn Sie handwerkliche Fähigkeiten besitzen

• Stellen Sie für diese Zwecke geeignetes Material zur Verfügung

• Unterstützen Sie die Installation der Nistkästen

Schicken Sie Informationen zum Bau und der Installation der von Ihnen geschaffenen Nistkästen an den AGD. E-Mail: Aktion.Nistkaesten@t-online.de, Betreff: „Nisthilfen für unsere Tierwelt“. Oder Sie verknüpfen sich bei Facebook mit der AGD – Aktionsgemeinschaft Düsseldorfer Heimat- und Bürgervereine.

Bitte machen Sie mit, unterstützen Sie diese Aktion, denn ein reichhaltiger Bestand an Singvögeln und nützlichen Insekten sichert die Lebensqualität in der Stadt! Die Brutsaison beginnt Anfang März. Los gehts!-)

Willkommen im Freundeskreis: Peter Schlaghecke, Vorstandsmitglied


Naturfreund und Südamerika-Fan Peter Schlaghecke engagiert sich für den Aquazoo.

Herr Schlaghecke, Sie sind seit Juni Mitglied im Vorstand des Freundeskreises Aquazoo. Sie mögen also Tiere?
O ja! Wir haben selbst Vögel zuhause, zwei Australische Königssittiche. Meine Frau und ich sind beide berufstätig, daher haben wir momentan keine weiteren Haustiere, das verschieben wir auf später, wenn wir mehr Zeit haben. Meine Tierliebe begann, als ich in der Grunerstraße aufwuchs – ganz in der Nähe des alten Aquazoo-Bunkers. Den Aquazoo habe ich sehr oft besucht und bin seither von Aquarien begeistert. Seit meiner Kindheit habe ich durch das Ferienhaus meiner Eltern eine Bindung in die Niederlande. Später habe ich 27 Jahre dort gelebt und zeitweise dort das Privatkunden-Geschäft der Deutschen Bank geleitet. Auf eigenen Wunsch bin ich danach wieder zurück nach Düsseldorf gekommen. In den Niederlanden habe ich ganz klein mit einem Aquarium angefangen und es dann immer weiter vergrößert, bis ich ein Südamerikabecken mit Schwarzwasser hatte. Darin lebten tropische Diskusfische. Sie sind flach, handtellergroß, bläulich gemasert und wunderschön. Sie brauchen aber viel Ruhe und sind recht empfindlich.

Waren Sie mal in den Tropen?
Ich war schon mal im Amazonas-Regenwald, in dem Naturschutzgebiet Cuyabeno in Ecuador, gefühlt so groß wie Nordrhein-Westfalen und mit nur sehr wenigen Besuchern pro Jahr. Dort hatte ich beim Schwimmen ein unvergessliches Erlebnis: ich habe die seltenen rosa Delfine gesehen.

Was motiviert Sie zu Ihrem ehrenamtlichen Engagement?
Es ist vor allem der Spaß am Aquazoo. Ich war auch früher schon ehrenamtlich tätig, aber eher im Sport. Natürlich engagiere ich mich auch innerhalb der Deutschen Bank, zum Beispiel im Rahmen von sogenannten Social Day‘s. Hier suchen wir uns immer ein Thema, Menschen zu helfen. Wir haben zum Beispiel ein Seniorenheim auf einen Ausflug begleitet und organisieren für krebskranke Kinder einen Spieletag im Freizeitpark Niederheid.

Welches Lieblingstier haben Sie im Aquazoo?
Ganz klar den Diskusfisch! Auch die beiden Panoramabecken mit Salzwasser- und Süßwassertieren faszinieren mich. Und alles was mit Südamerika zu tun hat.

Hatten Sie schon ein beeindruckendes Erlebnis mit Mensch oder Tier im Aquazoo?
Dafür bin ich noch nicht lange genug dabei, das kommt sicher noch.

Dann empfehle ich Ihnen die Führung hinter den Kulissen!
Ja, ich weiß, dass es viele Möglichkeiten gibt. Geburtstage im Aquazoo werden angeboten und der Aquazoo geht ja auch außer Haus, mit „Natur zu Besuch“. Ein ähnliches Angebot eines holländischen Zoos haben wir früher schon genutzt. Ich weiß, was das bei Kindern bewegt, wenn sie mit der Natur in Berührung kommen.

Sie sind Bankkaufmann und leiten die Deutsche Bank an der Kö. Sie können also gut mit Geld umgehen?
Ich glaube ja, sonst kann man den Job wohl nicht machen. Seit 1980 habe ich den Job von der Pike auf gelernt, angefangen habe ich in Viersen.

Apropos Geld: Der Freundeskreis investiert eine große Summe in die Sanierung, was wird damit genau gemacht?
Wir beteiligen uns mit 1,8 Millionen Euro an der Sanierung. Dieser Betrag wird zum einen für die aufwendigere Gestaltung der großen Aquarien und Gehege (Haifischbecken und Pinguinanlage) und zum anderen wesentlich in die Präsentation gesteckt. Dadurch können wir ein wesentlich besseres Gesamtbild des Hauses erreichen.

Was lieben Sie an Ihrem Job am meisten?
Den Umgang mit Menschen. Im direkten Kundenkontakt und mit meinen Mitarbeitern. Viel Spaß macht es mir, mit den Mitarbeitern Projekte zu besprechen, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen und auch mal schwierige Situationen zu meistern. 35 Jahre Erfahrung helfen da. Ansonsten suche ich mir gerne die Nischen aus, wo nicht alles so geregelt ist und wo es etwas zu entwickeln gibt – da lebe ich auf.

Sie waren kürzlich vor Ort, wie sieht es derzeit am Aquazoo aus?
Ich war nicht drin – nur im Café am Park – ich kenne also nur die Fotos, die auf der Mitglieder-Jahresversammlung gezeigt wurden. Der Bau nimmt so langsam wieder Form an, jetzt, wo die ersten Bewohner zurückkommen. Beim Sommerfest am 11. September werden wir auf jeden Fall aktuelle Bilder aus dem Aquazoo zeigen!

Hätten Sie alles Geld der Welt: was würden Sie dem Aquazoo gerne spendieren?
Eine richtig große Tropenhalle mit Unterwassertunnel. Ich war kürzlich in Valencia im Oceanogràfic, das war wirklich beeindruckend. Auch der Burgers Zoo bei Arnheim ist toll mit seiner Wasserwelt. Leider würde eine Erweiterung des Aquazoos bestimmt im achtstelligen Bereich liegen. Das Geld hat derzeit leider weder die Stadt, noch der Freundeskreis. Nach der Eröffnung stehen sicher weitere Maßnahmen an; d. h. wir werden auch nach der Eröffnung überlegen, wie wir denn in einigen Jahren den nächsten Schritt zur Verbesserung unseres Hauses gestalten und finanzieren können.

Liegt Ihnen noch etwas am Herzen?
Eine Herausforderung ist Kommunikation im Zeitalter der Digitalisierung, insbesondere um unsere Jugend zu erreichen. Unsere Follower halten sich bisher noch in Grenzen – da muss mehr gemacht und mehr geworben werden.

Danke für das angenehme Gespräch.

 

Hier krabbelt, fliegt und schwimmt was:

Unsere Aquazoo Tiere führen ein spannendes Leben. Sie werden staunen, wetten?

Haarige und brenzlige Angelegenheit: Zur Verteidigung können Vogelspinnen die Behaarung vom Hinterleib mit den Beinen abstreifen und ihren Feinden entgegen schleudern. In den Augen und Atemwegen führen sie zu schweren allergischen und entzündlichen Reaktionen.

Das giftigste Tier im Aquazoo ist die Wüsten-Hornviper (Cerastes cerastes). Ein Antiserum wird stets im Kühlschrank vorrätig gehalten. Kein Tierpfleger im Aquazoo ist jemals von einer Giftschlange gebissen worden – der guten Ausbildung und entsprechenden Sicherheitsmaßnahmen sei Dank.

Unsere Schützenfische (Toxotes jaculatrix) können angeblich einen bis zu 3 Meter weiten Wasserstrahl erzeugen. Auf einen Meter genau können sie damit Insekten „abschießen“. Das müssen sie allerdings üben. Erhalten sie längere Zeit keine lebenden Insekten zu Übung, müssen sie sich anschließend wieder „einschießen“.

Das Skelett unseres Pottwals (Physeter catodon) gehört zu den bestpräparierten Europas. Allein der Kopf wiegt mindestes 600 Kilogramm. Als echter „Dickschädel“, ist er so groß, dass er durch keine Tür passt. Deshalb wurde er schon vor dem Einbau der Eingangstüren in unser Haus gebracht. Während der Sanierung wird er durch eine Holzeinhausung geschützt.

Die Platte mit den zwei Fischsaurier-Fossilien (Stenopterygius quadriscissus) in unserer Eingangshalle wird auf 1000 Kilogramm geschätzt. Das Umsetzen im Rahmen der Sanierung muss von einem Spezialunternehmen realisiert werden.

Als erstes öffentliches Aquarium zeigte der Aquazoo 2013 einen Schwarm Maifische (Alosa alosa). Maifische gehörten früher zu den häufigsten Fangfischen im Rhein. Seit den 1950ger Jahren waren sie dort praktisch verschwunden. Der Aquazoo unterstützt das EU-Projekt zur Wiederansiedlung.

Die überaus seltenen Braunen Landschildkröten (Manouria emys emys) haben sich schon mehrfach erfolgreich im Aquazoo fortgepflanzt. Sie gelten als einzige Schildkrötenart, die Brutpflege betreibt: Das Weibchen bewacht ihr Gelege bis zum Schlupf der Jungschildkröten.