Waldkauz ist Vogel des Jahres 2017

Strix_aluco_alucoDer Waldkauz (Strix aluco) sieht aus wie ein Fabelwesen; schwarze Murmelaugen blicken aus einem weisen, runden Gesicht, sein Schnabel erinnert an einen Krummsäbel. Mit einer Flügelspannweite von ca. einem Meter und speziellen Federn kann der Waldkauz völlig geräuschlos fliegen. Dann jagt er seine Leibspeise: Mäuse. Bei Mäusemangel kann er sich aber auch auf Kleinvögel, Ratten und Eichhörnchen umstellen. Als Brutareal bevorzugen Waldkäuze Landschaften, bei denen sich Wälder und Baumgruppen mit offenen Flächen abwechseln. Der Vogel des Jahres 2017 ist ein Höhlenbrüter. Er nutzt zum Brüten Baumhöhlen, Mauerlöcher und Felshöhlen. Wenn er vom Menschen in Ruhe gelassen wird, brütet er auch in Dachböden, Scheunen und in Schornsteinen alter Häuser.
Draußen in der Natur sehen wir Menschen diese Eulenart eher selten, denn die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv. Aber wir können sie hören: Jetzt, im zeitigen Frühjahr und dann wieder im Herbst, ist der Reviergesang des Männchens weithin hörbar. Pärchen, die sich jetzt finden, bleiben übrigens meist ein Leben lang zusammen.

NABU und LBV wählten den Waldkauz zum Vogel des Jahres 2017. Stellvertretend für alle Eulenarten wurde die Art bestimmt, um für den Erhalt alter Bäume mit Höhlen im Wald oder in Parks zu werben und für die Bedürfnisse höhlenbewohnender Tiere eine breitere Öffentlichkeit zu schaffen.

Für die Fans von niedlichen Tiervideos hier noch ein Link zu einer streichelzahmen kleinen Eule.

Bild: I, Chrumps

Fliegender Zorro – der Grünspecht ist Vogel des Jahres

Vogel des Jahres 2014: der Grünspecht (Picus viridis). Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Hans-Jörg Hellwig

Vor über 30 Jahren fing es mit dem Eisvogel an. Seither wählen die renommierten Naturschutzorganisationen aus ihrem Fachgebiet jährlich jeweils ein Lebewesen, dass z. B als besonders gefährdet gilt, dessen Lebensräume dringend geschützt werden müssen oder solch faszinierende Besonderheiten aufweisen, dass man auch als „Laie“ bei genauer Betrachtung ins Schwärmen geraten kann.
Dieses Jahr gilt dem Grünspecht die besondere Aufmerksamkeit. Sein rhythmisches Hämmern Weiterlesen